Siacoin – eine Analyse

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Siacoin ist ein dezentraler Filehosting-Dienst, der auf Kryptographie basiert. So funktioniert er:

Siacoin ist der hauseigene Coin der open-source Plattform Sia, welche, ähnlich wie Dropbox oder Google Drive, Datenspeicherung in einer Cloud ermöglichen will. Im Gegensatz zu den beiden genannten sehr prominenten Anbietern dieses Dienstes aber, wurde Sia auf der Blockchain im open-source Verfahren entwickelt.

Welches Problem will Siacoin lösen?

Du willst schnell mal eine Datei und ein paar Dokumente an Kommilitonen versenden oder der Familie die Urlaubsfotos zuschicken? Na klar, ab in die Dropbox damit – Problem gelöst! Was aber passiert mit den Daten und wie kannst du sicherstellen, dass diese nicht in die Hände Dritter gelangen und von Unternehmen ausgeschlachtet werden? Die Antwort darauf fällt ernüchternd aus, denn du tappst im Dunkeln und kannst im Zweifelsfall nur hoffen, dass sorgsam mit deinen Daten umgegangen wird. Sia will das ändern.

Durch kryptische Verschlüsselung der Daten und Dezentralisierung der Plattform ermöglicht Sia, dass nur Du Herr deiner Daten bist. Außerdem wird durch die Dezentralisierung auch ein feindlicher Angriff durch Hacker verunmöglicht. Jeder, der noch einen Rest an Speicher auf seinem Computer zur Verfügung stehen hat, kann diesen an das Sia-Netzwerk vermieten.

Auf der anderen Seite können dann Daten wiederum im Sia-Netzwerk gespeichert und über die Cloud von überall abgerufen werden. Der Siacoin ist dabei das offizielle Zahlungsmittel, mit dem die Nutzer des Dienstes die Anbieter des Speichers bezahlen. Verliert der Anbieter der Speicherkapazität die Daten, wird er nicht bezahlt und kann je nach vorher ausgehandeltem Vertrag sogar Strafe in Form von Siacoin zahlen.

Der Anbieter muss der Plattform regelmäßig einen Nachweis leisten, dass er die Daten noch auf seiner Harddrive gesichert hat. Damit der Nutzer des Dienstes allerdings nicht auf die Fähigkeit und den Willen eines Anbieters, die Daten auch tatsächlich abzuspeichern, angewiesen ist, besteht auch die Möglichkeit, Kopien davon bei anderen Anbietern zu verwahren.

Team

Mit David Vorick (CEO), Luke Champine (Co-Gründer) und Johnathan Howell (Entwickler) hat Siacoin Personen in Spitzenfunktionen, die selber aktiv an der Programmierung des Coins beteiligt waren. Auch wenn kein Name heraussticht, sprechen ihre Lebensläufe dafür, dass sie entwicklungstechnisch solide aufgestellt sind.

Schlussfolgerung 

Siacoin bietet eine Alternative zur Dropbox und Google Drive an, in dem sie externe Datenspeicherung in der Cloud auch auf der Blockchain anbieten. Mit der Möglichkeit dort sehr viel günstiger als bei den beiden Giganten die Daten zu speichern und gleichzeitig auch noch eine Garantie zu besitzen, dass die Daten kryptisch verschlüsselt bleiben und nicht an Dritte weiterverkauft werden können, bleibt Siacoin ein sehr interessantes Projekt, das man im Auge behalten sollte.

Was hältst Du von Siacoin? Teile uns Deine Meinung dazu in der Kommentarspalte mit!

© Bild via Mining Siacoin, Flickr.comLizenz

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