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    Blockchain-News: TUM-Konferenz, Banken, Israel und Chinas Digitalstrategie

    KI-generiert
    26.10.2026 60 mal gelesen 2 KommentareGoogle-News
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    Die Blockchain rückt immer stärker ins Zentrum von Regulierung, Finanzwirtschaft und geopolitischer Strategie. Der aktuelle Pressespiegel zeigt: Es geht längst nicht mehr nur um Spekulation, sondern um digitale Infrastruktur und Machtfragen.
    In München bringt die TUM Blockchain Conference 2026 vom 29. bis 31. Oktober Entwickler, Unternehmen, Wissenschaftler und Investoren zusammen. Im Fokus stehen digitale Assets, DeFi und Regulierung. Ein Digital Assets Day sowie ein 30-stündiger Hackathon ergänzen das Programm.
    Auch US-Banken wollen die Chancen nutzen. Ein Konsortium aus 21 Geldhäusern plant laut Börsen-Zeitung einen Dollar-Stablecoin, während Blockchain für Zahlungen, Tokenisierung, Verwahrung und schnellere Abwicklung eingesetzt werden soll. Das Ziel: Kosten senken und gegenüber neuen Wettbewerbern nicht zurückfallen.
    Für kontroverse Schlagzeilen sorgt Israels Premierminister Benjamin Netanyahu mit einem geplanten Blockchain- und Krypto-Konzept gegen mögliche Sanktionen. Konkrete Details fehlen bislang, während die Bank of Israel, mehr als 100 Ökonomen und die Opposition bezweifeln, dass Kryptowährungen Sanktionen dauerhaft umgehen können.
    China verfolgt einen anderen Ansatz: Bis 2030 soll ein landesweites Blockchain-Netzwerk den Datenaustausch zwischen Behörden und Unternehmen verbessern. Gleichzeitig bleibt der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf dem chinesischen Festland verboten. Die entscheidende Frage bleibt damit: Wie viel Vertrauen, Regulierung und Zusammenarbeit braucht Blockchain für den Durchbruch?

    Regulierung, Stablecoins und geopolitische Machtfragen prägen die aktuellen Blockchain-Schlagzeilen: Während Banken und China die Technologie strategisch vorantreiben, sorgt Israels Krypto-Plan für kontroverse Debatten. Der Pressespiegel zeigt, wie weit die Anwendungsfelder inzwischen reichen – und wo die größten politischen und praktischen Grenzen liegen.

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    TUM Blockchain Conference 2026 setzt auf Regulierung, digitale Assets und Hackathon

    Die TUM Blockchain Conference 2026 findet vom 29. bis 31. Oktober in München statt. Wie BTC-ECHO berichtet, wird die vom TUM Blockchain Club der Technischen Universität München organisierte Veranstaltung im House of Communication ausgerichtet und geht in ihre vierte Ausgabe.

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    Im Mittelpunkt stehen Blockchain-Technologie, dezentrale Finanzanwendungen und Regulierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Digital Assets Day am 30. Oktober, der vom Bundesverband Blockchain gestaltet wird und sich mit politischen Rahmenbedingungen, regulatorischen Fragen sowie der institutionellen Nutzung digitaler Vermögenswerte beschäftigt.

    Die gemeinnützige Konferenz richtet sich an Entwickler, Gründer, Investoren, Wissenschaftler und Unternehmen. Bei der vergangenen Ausgabe kamen nach Angaben der Veranstalter mehr als 1.200 Teilnehmer und über 125 Speaker zusammen; damit zählt die Veranstaltung nach eigener Darstellung zu den größeren Blockchain-Konferenzen Europas.

    Zum Programm gehören Vorträge, Diskussionen, Networking-Veranstaltungen, weitere Events in München und eine Abschlussparty. Zusätzlich findet vom 30. bis 31. Oktober ein 30-stündiger Hackathon statt, bei dem Teilnehmer unterschiedlicher Erfahrungsstufen an eigenen Projekten arbeiten und sich in Wettbewerben um Preise bewerben können.

    BTC-ECHO verweist außerdem auf den Austausch zwischen akademischer Forschung und Unternehmen. Zu den Referenten vergangener Ausgaben zählten Paul Brody von EY, Patrick Hansen von Circle, Justin Drake von der Ethereum Foundation und Friederike Ernst von Gnosis; als Sponsoren oder Partner waren unter anderem Sui, Ledger und Solana vertreten.

    BTC-ECHO-Leser erhalten nach Angaben der Quelle zehn Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Dafür muss bei der Buchung über die offizielle Konferenzwebsite der Rabattcode TBC26BTCECHO10 eingegeben werden.

    „Damit zählt das Event nach eigener Darstellung zu den größeren Blockchain-Konferenzen Europas.“

    Infobox: Die TUM Blockchain Conference 2026 läuft vom 29. bis 31. Oktober in München. Der Digital Assets Day findet am 30. Oktober statt, der Hackathon vom 30. bis 31. Oktober; BTC-ECHO nennt einen Rabatt von zehn Prozent mit dem Code TBC26BTCECHO10.

    US-Banken wollen mit Blockchain und Stablecoins neue Marktpotenziale erschließen

    Die US-Finanzbranche treibt die Nutzung digitaler Vermögenswerte und dezentraler Technologien voran. Die Börsen-Zeitung berichtet, dass Banken und klassische Finanzdienstleister ihre frühere Sorge vor einem Machtverlust durch Blockchain-Lösungen zunehmend hinter sich lassen und selbst in den Markt eintreten.

    Als bislang stärkstes Signal nennt die Quelle eine Gruppe aus 21 führenden Geldhäusern, die im August gemeinsam einen Stablecoin auf Dollar-Basis auf den Markt bringen wollte. Zu dem Konsortium gehören unter anderem Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs, Deutsche Bank und UBS.

    Die Initiative soll eine gemeinsame Infrastruktur für digitale Zahlungen schaffen. Nach Einschätzung von Analysten zeigt sie, dass traditionelle Finanzinstitute Blockchain-Technologie zunehmend selbst einsetzen wollen, statt Marktanteile an Krypto-Anbieter zu verlieren.

    Christopher Mellor, Head of EMEA ETF Product Management bei Invesco, beschreibt Blockchain als wichtigen Bestandteil der Finanzmarktinfrastruktur. Während die Technologie bei der Auflegung eines Blockchain-ETF durch Invesco im Jahr 2019 noch vergleichsweise früh entwickelt gewesen sei, gebe es inzwischen zunehmend Anwendungen für Zahlungen, die Tokenisierung von Vermögenswerten sowie Clearing, Settlement und Verwahrung.

    „Irgendwann wird der Einsatz von Distributed Ledgern in diesen Geschäftsbereichen zum Standard gehören“, sagt Christopher Mellor laut Börsen-Zeitung.

    Für Banken gehe es dabei nicht um Innovation um der Innovation willen. Blockchain könne Kosten senken und Prozesse effizienter machen; wer die Technologie nicht in sein Geschäftsmodell integriere, riskiere langfristig, gegenüber Wettbewerbern zurückzufallen. Zugleich sei für Anleger entscheidend, dass technologische Fortschritte tatsächlich in den Geschäftszahlen sichtbar würden.

    Die Börsen-Zeitung verweist auf Daten von Market Research Future. Demnach belief sich das Volumen der globalen Erlöse mit Blockchain-Technologie im klassischen Banken- und Finanzdienstleistungssegment im vergangenen Jahr auf 15,5 Mrd. Dollar. Bis 2035 soll es mit einer durchschnittlichen Rate von rund 48% auf 782,5 Mrd. Dollar wachsen.

    Auch JPMorgan-CEO Jamie Dimon nehme den Wandel ernst. In seinem diesjährigen Aktionärsbrief schrieb er, dass ein völlig neuer Satz an Wettbewerbern auf Basis der Blockchain entstehe und dass JPMorgan mehr als 100 von ihnen studiere und verfolge. Ende Mai habe Dimon zudem erklärt, dass sein Geldhaus über die kommenden Jahre bis zu 20 Mrd. Dollar in eine Groß-Akquisition investieren könnte; in Bankenkreisen gelte es als wahrscheinlich, dass dabei auch ein Fintech- oder Blockchain-Unternehmen infrage kommen könnte.

    Die regulatorische Klarheit durch den im vergangenen Jahr verabschiedeten Genius Act habe Stablecoin-Vorhaben in den USA erleichtert. Gleichzeitig bleibe die Regulierung ein Unsicherheitsfaktor: Der Clarity Act sollte die Zuständigkeiten von SEC und CFTC bei der Kontrolle digitaler Vermögenswerte festlegen, scheiterte jedoch an politischen und lobbybezogenen Widerständen.

    Nach Einschätzung von Mellor ändere das Scheitern des Clarity Act wenig am langfristigen Blockchain-Trend. SEC und CFTC arbeiteten inzwischen stärker zusammen und sorgten damit auch ohne ein umfassendes neues Gesetz für mehr Orientierung. Japan und die EU seien bei bestimmten Anwendungen tokenisierter Vermögenswerte weiter als die USA.

    Besonders beim Settlement sieht Mellor großes Potenzial. Bei in Irland angesiedelten ETFs gelte beispielsweise T+2, während US-Aktien als zugrunde liegende Wertpapiere bereits nach T+1 abgewickelt würden. Dadurch entstehe für autorisierte Marktteilnehmer ein zusätzliches Exposure, das Kosten verursache; Blockchain könne langfristig eine noch unmittelbarere Abwicklung ermöglichen.

    „T+0 ist letztlich das, was diese Technologie liefern soll“, betont Mellor laut Börsen-Zeitung.

    Als Herausforderung nennt der Artikel die Fragmentierung. Banken, Börsen und Assetmanager könnten unterschiedliche Blockchain-Systeme einsetzen, die miteinander kommunizieren müssten. Mellor sieht darin jedoch kein grundsätzlich neues Problem, da auch die heutige Finanzmarktinfrastruktur aus zahlreichen unterschiedlichen Systemen bestehe.

    Von der Entwicklung könnten laut dem Strategen auch kleinere Finanzinstitute profitieren. Große Banken verfügten zwar über erhebliche technologische Ressourcen, hätten aber häufig komplexe, historisch gewachsene IT-Landschaften. Blockchain könne neue Geschäftsmodelle ermöglichen und bestehende Backoffice-Systeme vereinfachen.

    Infobox: Ein Konsortium aus 21 Geldhäusern arbeitet laut Börsen-Zeitung an einem Dollar-Stablecoin. Market Research Future erwartet einen Anstieg der globalen Blockchain-Erlöse im klassischen Banken- und Finanzdienstleistungssegment von 15,5 Mrd. Dollar im vergangenen Jahr auf 782,5 Mrd. Dollar bis 2035.

    Netanyahu lässt Blockchain-Plan für mögliche Sanktionen ausarbeiten

    Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat nach eigenen Angaben einen Plan mit Blockchain und Kryptowährungen in Auftrag gegeben. Das Crypto Valley Journal berichtet, dass die israelische Wirtschaft damit auf mögliche Sanktionen vorbereitet werden soll.

    Sanktionen können Staaten und Unternehmen vom Bankensystem und vom internationalen Zahlungsverkehr abschneiden. Kryptowährungen laufen hingegen über Blockchains ohne Bank als Mittelsmann und gelten deshalb als möglicher Umweg.

    Netanyahu äußerte sich im Oktober 2026 in einem Interview mit dem Sender Channel 10. Zuvor hatten Grossbritannien, Frankreich und Kanada im September angekündigt, Importe aus israelischen Siedlungen im Westjordanland zu blockieren. Gleichzeitig steht Israel vor der Parlamentswahl am Dienstag, 27. Oktober 2026; Umfragen deuten auf ein Patt.

    „Eine davon, sicher. Ich habe bereits einen Plan dafür in Auftrag gegeben.“ – Benjamin Netanyahu, Premierminister Israels, laut Crypto Valley Journal.

    Konkrete Angaben zum Auftrag machte Netanyahu nicht. Er nannte weder Verantwortliche noch eine bestimmte Blockchain oder Währung; auch ein Zeitplan für die Umsetzung fehlt. Nach Einschätzung des Crypto Valley Journal liegt damit bislang eine Absichtserklärung, aber kein überprüfbares Konzept vor.

    Die Aussage war in eine breitere Argumentation zur wirtschaftlichen Selbstversorgung eingebettet. Netanyahu warnte außerdem, die US-Militärhilfe werde irgendwann enden, und erklärte, Israel müsse Munition und Waffen selbst herstellen können. Für die kommenden Jahre habe er dem Verteidigungsbudget zusätzlich 400 Mrd. Schekel (rund 129 Mrd. USD) zugewiesen.

    Die Bank of Israel widersprach dem Vorstoß öffentlich. Kryptowährungen könnten nicht als Weg dienen, Sanktionen zu umgehen; die Politik solle sich stattdessen auf Maßnahmen konzentrieren, die Sanktionen unnötig machen. Der richtige Kurs bestehe darin, die Beziehungen zu den wichtigsten Handelspartnern zu erhalten und Sanktionen samt ihren Folgen zu verhindern.

    Auch mehr als 100 Ökonomen unterzeichneten einen offenen Brief gegen den Plan. Zu den Unterzeichnern gehören ehemalige Beamte der Bank of Israel, der frühere Notenbankchef Jacob Frenkel und mehrere Nobelpreisträger. Sie warnten vor höherer Arbeitslosigkeit, sinkenden Auslandsinvestitionen und dem Verlust von Israels wirtschaftlichem Ansehen.

    Die Opposition kritisierte den Vorstoß ebenfalls. Gadi Eisenkot bezeichnete den Plan als „Wahnsinn“ und sprach von einer „BibiCoin-Politik“, die Unternehmen ins Ausland treibe. Jair Lapid griff den Premierminister ebenfalls scharf an.

    Das Crypto Valley Journal beschreibt Russland und Iran als Beispiele dafür, dass Krypto Sanktionen nicht dauerhaft umgehen kann. Beim rubelgedeckten Stablecoin A7A5, der im Januar 2025 startete, wurden laut Elliptic im ersten Jahr Transaktionen von über 100 Mrd. USD abgewickelt. Nach Sanktionen gegen Old Vector, A7 LLC und die Garantex-Nachfolgebörse Grinex sowie einem EU-Verbot sank das Volumen bis Juni 2026 um 96% gegenüber dem Höchststand.

    Im Iran fror Tether nach eigenen Angaben 2026 knapp 550 Mio. USD an USDT ein, die US-Behörden der iranischen Zentralbank und Sanktionsnetzwerken zuordneten. Außerdem sanktionierte OFAC im Juni 2026 die Börse Nobitex und drei weitere iranische Handelsplätze; laut einem Bericht des US-Senats nutzten 84% von 846 iranbezogenen Wallets fast ausschließlich USDT.

    Nach den Analysen von Elliptic greifen Behörden vor allem an Übergangsstellen wie Börsen, Stablecoin-Emittenten und Fiat-Zugängen ein. Das Crypto Valley Journal schließt daraus, dass auch Dollar-Stablecoins von Tether oder Circle in Reichweite der Emittenten und damit der US-Behörden bleiben.

    Die bekannten Krypto-Vorhaben Israels bewegen sich innerhalb des regulierten Systems. Die Bank of Israel veröffentlichte im März 2025 ein vorläufiges Design für einen digitalen Schekel; ein Emissionsentscheid steht noch aus, eine Empfehlung an den Gouverneur wird gegen Ende des Jahres erwartet. Für Krypto-Dienstleister gilt eine Lizenzpflicht bei der Capital Markets Authority.

    Als erster an den Schekel gebundener Stablecoin läuft BILS des Anbieters Bits of Gold seit März 2024 auf Solana. Die Wertpapieraufsicht ISA will ihre Definition von Wertpapieren auf digitale Vermögenswerte ausweiten, was rund 150 Firmen betrifft.

    Auch die politische Lage bleibt offen. In der letzten Maariv-Erhebung kommt die Opposition auf 54 Sitze, Netanyahus Block auf 48; Eisenkots Partei Yashar liegt dort mit 22 Sitzen vor dem Likud mit 19. Solange Netanyahu weder Verantwortliche noch Technik oder Zeitplan nennt, bleibt laut Crypto Valley Journal offen, ob aus dem Auftrag ein konkretes Vorhaben wird.

    Infobox: Netanyahu bestätigte einen Blockchain- und Krypto-Plan, nannte aber keine Verantwortlichen, Technologie oder Umsetzungsfrist. Die Bank of Israel und mehr als 100 Ökonomen bezweifeln, dass Kryptowährungen Sanktionen wirksam umgehen können.

    China plant Blockchain-Netzwerk bis 2030 – Bitcoin bleibt verboten

    China will die Blockchain-Technologie weiter ausbauen, hält aber am Verbot des Handels mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf dem chinesischen Festland fest. Newsbit berichtet, dass bis 2030 ein landesweites Netzwerk entstehen soll, über das Unternehmen und Behörden sicher Daten austauschen können.

    Die Grundlage bildet ein neuer Fünfjahresplan, der am Freitag veröffentlicht wurde. Herausgegeben wurde er von der Zentralen Kommission für Cyberspace-Angelegenheiten, einem einflussreichen Gremium innerhalb der chinesischen Regierung.

    Ein zentrales Ziel ist der Aufbau eines nationalen Blockchain-Netzwerks zur Verbesserung des Datenaustauschs zwischen Unternehmen und Behörden. Auch im Finanzsektor und im internationalen Handel soll die Technologie eine größere Rolle spielen.

    China will den Einsatz insbesondere im Jangtse-Delta rund um Shanghai ausweiten. In der Region Chengdu-Chongqing soll Blockchain hingegen in großem Umfang in der Industrie und Landwirtschaft eingesetzt werden. Außerdem plant die Regierung strengere technische Standards und eine stärkere Nutzung der Technologie für den sicheren Austausch und Handel mit Daten.

    Bemerkenswert ist der Gegensatz zwischen der Förderung der Blockchain-Infrastruktur und dem Vorgehen gegen Kryptowährungen. Der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen über Kryptounternehmen bleibt auf dem chinesischen Festland verboten, während Peking in der zugrunde liegenden Technologie großes Potenzial für die Erfassung und Überprüfung von Daten in einem gemeinsam genutzten digitalen Netzwerk sieht.

    Die aktuellen Pläne knüpfen an frühere politische Entscheidungen an. Präsident Xi Jinping rief bereits im Oktober 2019 zu höheren Investitionen in Blockchain auf und bezeichnete die Technologie als wichtig für Chinas technologische Entwicklung.

    Im März dieses Jahres wurde das nationale Blockchain-Netzwerk in den übergeordneten Entwicklungsplan des Landes aufgenommen. Am 9. Oktober folgte ein neues Grundsatzpapier, in dem der Aufbau erneut erwähnt wurde. Mit dem nun veröffentlichten Fünfjahresplan steht laut Newsbit erstmals auch ein konkreter Zeitrahmen fest: Bis 2030 soll das Netzwerk weitgehend fertiggestellt sein.

    Infobox: China will bis 2030 ein landesweites Blockchain-Netzwerk für den Datenaustausch zwischen Unternehmen und Behörden aufbauen. Der Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen bleibt auf dem chinesischen Festland verboten.

    Einschätzung der Redaktion

    Die entscheidende Entwicklung ist die institutionelle Normalisierung der Blockchain: Banken, Regierungen und Forschungseinrichtungen behandeln sie zunehmend als Infrastruktur statt als reines Spekulationsinstrument. Das stärkt insbesondere Anwendungen bei Stablecoins, Tokenisierung, Datenverwaltung und Abwicklung.

    Die größten Hürden bleiben jedoch politische Verlässlichkeit, internationale Kompatibilität und die Kontrolle zentraler Zugangspunkte. Blockchain kann Prozesse beschleunigen und Kosten senken, ersetzt aber weder belastbare Regulierung noch Vertrauen in Emittenten und Institutionen. Der nachhaltige Erfolg wird daher weniger an Schlagzeilen als an real eingesetzten, interoperablen und wirtschaftlich messbaren Anwendungen sichtbar werden.

    Kernaussage: Blockchain gewinnt strategische Bedeutung, doch ihre praktische Durchsetzung hängt stärker von Regulierung, Governance und Infrastruktur ab als von der Technologie allein.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannender überblick, auch wenn man bei den ganzen Zahlen und Plänen erstmal den Faden verliert. Besonders dieser Stablecoin von 21 Banken klingt für mich weniger nach dezentral und mehr nach „wir machen jetzt unsere eigene zentrale Münze“ lol. Am Ende sitzen dann doch wieder Banken, Aufsichten und irgendwelche Vorstände am längeren Hebel. Ob das wirklich billiger und schneller wird, muss sich wohl erst noch zeigen, solche Prognosen bis 2035 sind ja schon ziemlich gewagt.

    Bei dem T+0 Thema frage ich mich auch, ob schneller automatisch besser bedeutet. Wenn eine Transaktion sofort durch ist, ist ein Fehler ja vermutlich auch sofort endgültig weg? Da braucht es dann wahrscheinlich noch mehr Regeln und Rückabwicklungen, also vielleicht wird das System am Ende garnicht einfacher sondern nur anders kompliziert. Die Fragmentierung finde ich jedenfalls einen wichtigen Punkt, weil jede Bank bestimmt ihr eigenes Süppchen kochen will und dann trotzdem alles zusammen passen soll.

    Die TUM Konferenz klingt interessant, vorallem der Hackathon. 30 Stunden programmieren ist aber schon sportlich, spätestens nach 20 Stunden wird doch nur noch Kaffee und schlechte Ideen produziert. Trotzdem kann sowas mehr bringen als zehn Powerpoint Vorträge, weil man direkt sieht ob etwas funktioniert oder nur in der Theorie toll klingt. Der Rabatt ist nett, aber hoffentlich ist der nicht schon irgendwo abgelaufen bei dem ganzen Kleingedruckten.

    Der Israel-Plan wirkt auf mich eher wie eine politische Ansage als ein fertiges Konzept. Eine Blockchain alleine verhindert ja keine Sanktionen, wenn die Börsen, Stablecoin Herausgeber und andere Übergänge kontrolliert werden können. Das Beispiel mit Russland zeigt eigentlich ziemlich deutlich, dass man am Anfang vielleicht viel Volumen bewegen kann, aber dauerhaft ist das nicht automatisch sicher. Wenn Tether oder andere Anbieter Guthaben einfrieren können, ist „unabhängig vom Bankensystem“ halt auch nur halb richtig. Und bei Bitcoin kann der Staat zwar nicht einfach die Blockchain abschalten, aber er kann den Zugang für normale Firmen und Menschen sehr schwer machen.

    Was China macht, finde ich dagegen ziemlich konsequent, auch wenn es erstmal widersprüchlich klingt. Blockchain ja, Bitcoin nein. Viele dachten immer, die Technologie gehört automatisch zu Kryptowährungen, aber Regierungen trennen das jetzt ziemlich klar. China möchte vermutlich die Vorteile für Daten und Verwaltung, aber keine offene Währung die sie nicht kontrollieren können. Ob ein riesiges staatliches Netzwerk dann noch dezentral genannt werden darf, darüber kann man sicher lange streiten. Ich würde eher sagen es ist eine verteilte Datenbank mit Blockchain Elementen, aber vielleicht ist das auch nur Wortklauberei.

    Insgesamt sehe ich den Trend auch so, dass Blockchain langsam aus der reinen Krypto-Ecke raus kommt. Tokenisierung und digitale Abwicklung könnten tatsächlich nützlich sein, nur wird dabei oft so getan als wäre die Technik schon die Lösung für jedes Problem. Die schwierigsten Sachen bleiben meiner Meinung nach Vertrauen, Haftung und wer bei Fehlern verantwortlich ist. Wenn diese Fragen nicht geklärt sind, bringt auch die schnellste Chain nicht viel. Und die riesigen Wachstumsprognosen würde ich erstmal mit vorsicht lesen, weil Analysten sich bei neuen Märkten gerne mal um mehrere hundert Prozent verschätzen.
    Was ich noch interresant finde ist der zeitliche punkt bei der TUM sache. Die konferenz ist ja schon vom 29 bis 31 Oktober 2026, also praktisch direkt vor der Wahl in Israel und mitten in diesen ganzen neuen regulierungs diskusionen. Dadurch dürfte der Digital Assets Day vermutlich mehr sein als nur technik gerede, sondern auch ziemlich viel politik und lobby dabei sein. Ich frage mich immer wie neutral solche konferenzen eigentlich bleiben können wenn gleichzeitig Firmen wie Solana, Sui oder Ledger als partner auftauchen. Ist ja nicht automatisch schlecht, aber ein bischen werbung und interessenvertretung ist bestimmt auch dabei.

    Bei dem Rabattcode musste ich auch an die praktische seite denken. Zehn prozent klingt nett, aber bei solchen konferenzen sind die Tickets oft trotzdem so teuer das der Rabatt am ende nur die kaffeekosten ausgleicht. Und 1200 teilnehmer plus 125 speaker ist schon eine menge. Ob man da wirklich noch vernünftig mit leuten reden kann oder ob man hauptsächlich in schlangen steht und Visitenkarten sammelt? Networking wird immer so hoch gelobt, aber manchmal ist es halt nur viele leute in einem Raum die alle sagen sie müssten sich unbedingt mal melden und danach passiert nichts mehr.

    Die Sache mit der Forschung und den Unternehmen finde ich grundsätzlich sinnvoll. Gerade bei Blockchain wird oft entweder viel zu technisch oder viel zu werblich gesprochen. Wenn Entwickler, Wissenschaftler und Firmen wirklich gemeinsam an Anwendungen arbeiten, merkt man vielleicht schneller welche Ideen im Alltag taugen. Andererseits können 30 Stunden Hackathon auch dazu führen, dass am Ende eine schicke demo entsteht, aber kein Produkt das nach dem Wochenende noch jemand benutzt. Besonders wenn der Preis im Vordergrund steht bauen viele wahrscheinlich irgendwas mit Token dran, weil es dann blockchainiger wirkt. Eine normale Datenbank wäre für manche Projekte vermutlich besser, aber die bekommt halt keinen Hackathonpreis und klingt nicht so cool.

    Was bei China meiner Meinung nach noch wichtig ist, ist die Frage ob so ein nationales Netzwerk wirklich offen mit anderen Ländern zusammenarbeiten kann. Datenstandards kann man politisch beschließen, aber international gelten dann wieder andere Regeln für Datenschutz, Kontrolle und Beweiswert. Wenn eine chinesische Behörde Daten auf der eigenen Chain bestätigt, wird das in Europa nicht automatisch als vertrauenswürdig angesehen. Vielleicht braucht es dann wieder Übersetzer zwischen den Blockchains, also noch mehr technische Schichten, obwohl Blockchain eigentlich alles einfacher machen soll. Und wenn der Staat die Knoten auswählt und jederzeit Regeln ändern kann, ist das für Behörden sicher praktisch, aber für ausländische Firmen vielleicht nicht besonders attraktiv.

    Das Beispiel mit den Regionen finde ich auch etwas ungewöhnlich. Jangtse-Delta für Datenaustausch und Chengdu-Chongqing für Industrie und Landwirtschaft klingt sehr geplant, aber Landwirtschaft ist ja nicht automatisch besser nur weil man Daten auf eine Blockchain schreibt. Wenn die Bauern schlechte Internetverbindung haben oder die Daten am Anfang falsch eingegeben werden, macht ein unveränderliches Register den Fehler ja nicht richtig. Dann ist der falsche Eintrag nur besonders ordentlich gespeichert. Bei Lieferketten könnte es eher helfen, aber auch dort muss jemand kontrollieren ob die Ware wirklich so produziert wurde wie es im Datensatz steht.

    China trennt Blockchain und Kryptowährungen wahrscheinlich auch sehr bewusst, weil damit Kontrolle möglich ist ohne eine offene Geldalternative zu erlauben. Das ist eigentlich ein gutes Beispiel dafür, dass Blockchain nicht zwangsläufig dezentral oder frei sein muss. Der Begriff wird aber trotzdem oft so benutzt als wäre jede Blockchain automatisch unabhängig vom Staat. In Wirklichkeit entscheidet es sich doch daran wer die Knoten betreibt, wer Änderungen beschließen darf und wer Zugang bekommt. Eine private Blockchain von Banken ist eben was anderes als Bitcoin, auch wenn beide irgendwo Blöcke aneinanderhängen.

    Bei der politischen Nutzung von Krypto fällt mir noch auf, dass Staaten offenbar gerne von technischer Unabhängigkeit reden, aber gleichzeitig auf stabile Beziehungen und normale Handelswege angewiesen sind. Selbst wenn man Zahlungen über eine Chain abwickeln kann, braucht man irgendwann Waren, Energie, Versicherungen oder eine Umwandlung in eine normale Währung. Da sitzen dann wieder Firmen und Behörden an den Schnittstellen. Der eigentliche Engpass ist also vielleicht nicht die Blockchain sondern wer die Ausgänge kontrolliert. Das dürfte auch bei anderen Ländern gelten, nicht nur bei Israel, Russland oder Iran.

    Die Zahlen zu China bis 2030 wirken auf mich jedenfalls realistischer als manche Wachstumsprognosen bei den Banken, weil ein Staat zur Not einfach festlegen kann das ein Netzwerk gebaut wird. Ob es dann nützlich und viel genutzt wird ist aber eine andere Frage. Fertiggestellt heißt bei Infrastruktur ja nicht automatisch erfolgreich. Es gibt bestimmt auch viele staatliche IT Projekte die technisch fertig sind und trotzdem jeder lieber Excel benutzt, weil es schneller geht. Vielleicht wird die größte Herausforderung am Ende nicht die Chain sondern die Leute davon zu überzeugen ihre alten Abläufe wirklich umzustellen.

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