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    Krypto im Fokus: ETFs, Sparkassen und die Debatte ums „wahre Geld“

    KI-generiert
    04.11.2026 42 mal gelesen 1 KommentareGoogle-News
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    Der aktuelle Pressespiegel zeigt: Krypto ist längst mit Geldpolitik, Geopolitik und klassischen Finanzmärkten verbunden. Im Zentrum steht die Debatte, ob Bitcoin eher digitales Gold oder ein spekulatives Risiko ist.
    Während Bitcoin-Anhänger auf knappes Geld nach dem Vorbild des Goldstandards setzen, verteidigen Zentralbanken flexibles Geld. Auch Citi sieht Chancen in Bitcoin- und Ethereum-ETFs, warnt aber zugleich vor Risiken und mangelnder Eignung für jedes Portfolio.
    Die Nachfrage bleibt dennoch schwankend: US-Krypto-ETFs verzeichneten innerhalb von zwei Handelstagen Abflüsse von rund einer Milliarde US-Dollar. Parallel zeigte sich die Wall Street uneinheitlich, während geopolitische Spannungen den Ölpreis und damit auch die Liquidität an den Märkten beeinflussten.
    Einen wichtigen Schritt macht Deutschland: Seit dem 19. Oktober 2026 bieten erste Sparkassen den Handel mit Bitcoin, Ether, XRP, Solana und Polygon an. Der Zugang erfolgt über die Sparkassen-App, kostet 0,99 Euro pro Transaktion und richtet sich ausschließlich an volljährige Selbstentscheider ohne Anlageberatung.
    Die institutionelle Öffnung normalisiert Kryptowährungen, beseitigt aber weder Volatilität noch Verlustrisiken. Knapp neun Millionen Erwachsene in Deutschland besitzen bereits Kryptoanlagen, gleichzeitig lehnen 67,4 Prozent sie weiterhin ab. Entscheidend bleibt, ob sich Krypto langfristig als eigenständige Anlageklasse etabliert oder vor allem spekulativ und liquiditätsabhängig bleibt.

    Gold, Öl, ETFs und der Einstieg deutscher Sparkassen: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie eng Kryptowährungen mit Geldpolitik, Geopolitik und traditionellen Finanzmärkten verflochten sind. Während Bitcoin als digitales Pendant zum Goldstandard diskutiert wird, setzen Citi und Sparkassen trotz hoher Risiken auf einen leichteren Zugang zu Kryptoanlagen.

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    Gold, Silber und Bitcoin: Historischer Geldstreit prägt die Debatte bis heute

    Die WELT beleuchtet den historischen Streit um Gold und Silber in den USA des 19. Jahrhunderts und dessen Folgen für die Geldpolitik. Der Konflikt habe Amerika gespalten und wirke bis heute in unterschiedlichen Vorstellungen vom „wahren Geld“ nach.

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    Bitcoin-Anhänger folgen laut WELT in Teilen der Logik des Goldstandards. Zentralbanken setzen dagegen auf flexibles Geld und damit auf geldpolitische Spielräume, die über die Bindung an Edelmetalle hinausgehen.

    „Kulturkampf um das wahre Geld – was man vom Wilden Westen lernen kann“

    Infobox: Die WELT stellt Gold, Silber und Bitcoin in den Zusammenhang eines historischen Streits über die richtige Geldordnung. Im Mittelpunkt stehen der Goldstandard, flexibles Geld und die bis heute anhaltende geldpolitische Kontroverse.

    Citi empfiehlt Bitcoin- und Ethereum-ETFs trotz hoher Abflüsse

    Yahoo Finanzen Deutschland berichtet, dass Citi seinen wohlhabenden Kunden Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs vorstellt. Die Empfehlung erfolgt trotz erheblicher Mittelabflüsse aus US-Krypto-ETFs.

    In den letzten zwei Handelstagen zogen Investoren laut dem Bericht etwa 1 Milliarde USD aus US-Bitcoin-ETFs ab. Am Montag verloren US-Bitcoin- und Ethereum-ETFs zusammen 538 Millionen USD.

    Die Fonds hielten an diesem Tag 111,3 Milliarden USD, wie SoSoValue berichtet. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 2. November einen Abfluss von 398,62 Millionen USD; bereits am 30. Oktober waren 643 Millionen USD abgeflossen.

    Ethereum-ETFs verloren am 2. November 139,80 Millionen USD. Der Bitcoin-Abfluss entsprach laut Yahoo Finanzen Deutschland rund 0,4 % der 98,12 Milliarden USD, die in diesen Fonds liegen.

    Besonders stark betroffen war BlackRocks IBIT mit einem Tagesabfluss von 405,3 Millionen USD, berichtet BeInCrypto. Wenn ETF-Anteile eingelöst werden, verkaufen die Emittenten den hinterlegten Bitcoin oder geben ihn aus dem Bestand; dadurch kann das Angebot an Coins am Markt steigen.

    Citis Krypto-Bericht nennt Chancen und Risiken

    Citi Wealth veröffentlichte im Oktober den Bericht „Expanding the Investable Universe: Introduction to Crypto ETFs“. Darin werden eine klare Regulierung, institutionelle Akzeptanz und eine geringe langfristige Korrelation zu anderen Vermögenswerten als Argumente für eine mögliche Aufnahme in Portfolios genannt.

    Der Bericht weist zugleich auf Risiken und Einschränkungen bei der Eignung hin. Kryptowährungen bewegten sich im Kursverlauf häufig unabhängig von anderen Vermögenswerten, heißt es in der Darstellung.

    Auch bei der geplanten Bitcoin-Verwahrung bleibt Citi zurückhaltend. Das Institut hatte im August angekündigt, dass seine Custody+-Plattform später in diesem Jahr institutionelle Bitcoin-Custody anbieten soll.

    Laut dem Bericht ist Citi damit die sechste von 29 global systemrelevanten Banken, die Bitcoin-Verwahrung anbieten oder angekündigt haben. JPMorgan habe laut Sigel aktuell ausgeschlossen, Verwahrung anzubieten.

    Als möglichen Grund für Citis Zurückhaltung beim konkreten Termin nennt Sigel den Binance-Hack in der vergangenen Woche. Citi habe diese Darstellung nicht bestätigt; öffentlich bleibe die Angabe „später in diesem Jahr“.

    Infobox: Yahoo Finanzen Deutschland berichtet von ETF-Abflüssen in Höhe von etwa 1 Milliarde USD in zwei Handelstagen. Citi hält Bitcoin- und Ethereum-ETFs dennoch für ein mögliches Angebot für geeignete Kunden und verweist zugleich auf Risiken und Eignungsfragen.

    Wall Street vor den Zwischenwahlen uneinheitlich

    Der Aktionär berichtet von einer uneinheitlichen Tendenz an den US-Aktienmärkten vor den wichtigen Zwischenwahlen. Während sich Tech-Aktien von ihren Verlusten der Vortage erholten und leicht zulegten, gab der Dow Jones Index nach.

    Belastet wurde der Weltleitindex vor allem durch Apple. Die Aktie des Tech-Konzerns verlor nach einem schwachen Margenausblick für das Weihnachtsquartal 4,1 Prozent.

    Bei den genannten Technologiewerten stiegen AMD um 6,52 Prozent, Microchip Technology um 2,09 Prozent, Lumentum Holdings um 1,68 Prozent, Arm Holdings um 1,55 Prozent und Monolithic Power Systems um 1,43 Prozent. Gleichzeitig verloren Palantir Technologies 2,45 Prozent, Adobe 4,09 Prozent, CoreWeave 4,57 Prozent, SpaceX 4,65 Prozent und Tesla 5,17 Prozent.

    Auch weitere Kursbewegungen wurden aufgeführt. Microsoft gab 0,99 Prozent nach, während UnitedHealth 2,77 Prozent zulegte; Chevron Corporation verlor 1,13 Prozent und IBM 1,19 Prozent.

    WertEntwicklung
    Apple-4,1 Prozent
    AMD+6,52 Prozent
    Palantir Technologies-2,45 Prozent
    Adobe-4,09 Prozent
    CoreWeave Inc.-4,57 Prozent
    Tesla-5,17 Prozent
    UnitedHealth+2,77 Prozent

    Infobox: Der Aktionär beschreibt ein gespaltenes Bild an der Wall Street. Tech-Werte zeigten teilweise Erholung, während der Dow Jones Index und insbesondere Apple unter Druck standen.

    Ölpreis laut Ex-Goldman-Stratege deutlich zu hoch

    Wallstreet Online berichtet über die Einschätzung des früheren Goldman-Sachs-Strategen Robin Brooks, wonach der Ölpreis deutlich über seinem angemessenen Niveau liege. Brooks hält 87 US-Dollar je Barrel Brent für einen angemessenen Preis.

    Gegenüber dem jüngsten Niveau von rund 103 US-Dollar entspräche dies laut dem Bericht einem Rückgang von gut 15 Prozent. Brooks führt die hohen Notierungen vor allem auf eine überzogene Kriegsprämie zurück, da sich die Öllieferungen durch die Straße von Hormus weitgehend normalisiert hätten.

    Brent war in diesem Jahr um rund 65 Prozent gestiegen. Danach fiel der Preis am Montag zeitweise von rund 114 US-Dollar in der Vorwoche auf etwa 104 US-Dollar.

    Bereinigt um den Wechsel auf den neuen Januar-Terminkontrakt betrug der Tagesverlust nach Berechnungen der Deutschen Bank 7,63 Prozent. Spekulationen über neue Gespräche zwischen Washington und Teheran hatten zunächst die Hoffnung auf Entspannung geweckt, während Berichte über weitere US-Angriffe auf iranische Ziele den Ölpreis am Dienstag wieder stützten.

    Auch Jeff Currie, früherer Rohstoffstratege von Goldman Sachs und Carlyle, rät laut Wallstreet Online dazu, nach der Rallye Gewinne bei kurzfristigen Ölpositionen und Raffinerieprodukten mitzunehmen. Einen neuen militärischen Schlagabtausch am Persischen Golf sieht er als Risiko für Lebensmittelversorgung und Lieferketten.

    Currie hält einen dauerhaften Frieden zugleich für schwer erreichbar und erwartet, dass die Straße von Hormus offiziell offen, praktisch aber weiterhin eingeschränkt bleiben könnte. Statt auf den nächsten Preissprung beim Rohöl zu setzen, bevorzugt er Unternehmen aus Ölservice, Bohrtechnik, Lagerung und Logistik.

    Mike McGlone von Bloomberg Intelligence geht laut dem Bericht noch weiter und sieht die Möglichkeit, dass Rohöl den jüngsten Abwärtsbewegungen bei Bitcoin und Gold folgt. Raoul Pal verbindet hohe Energiepreise mit einem stärkeren US-Dollar und steigenden kurzfristigen Zinsen; diese Kombination könne das Liquiditätswachstum bremsen und Kryptowährungen sowie KI-Aktien belasten.

    • Ein nachlassender Kriegsaufschlag könnte kurzfristige Ölwetten treffen.
    • Ein anhaltender Konflikt könnte den kostspieligen Umbau der weltweiten Energieversorgung weiter antreiben.
    • Ölservice, Bohrtechnik, Lagerung und Logistik werden als mögliche Profiteure eines Ausbaus der Versorgungssicherheit genannt.

    Infobox: Wallstreet Online nennt 87 US-Dollar je Barrel Brent als Brooks’ angemessenen Preis gegenüber rund 103 US-Dollar auf dem jüngsten Niveau. Die weitere Entwicklung hängt laut dem Bericht von geopolitischen Gesprächen, militärischer Eskalation und der Lage an der Straße von Hormus ab.

    Sparkassen starten schrittweise den Handel mit Kryptowährungen

    InFranken.de berichtet, dass Kundinnen und Kunden mehrerer Sparkassen seit dem 19. Oktober 2026 Kryptowährungen in der Sparkassen-App kaufen, verkaufen und verwahren können. Der Marktstart erfolgt schrittweise und steht noch nicht bei allen Sparkassen zur Verfügung.

    „Krypto – powered by Deka“ startete zunächst bei fünf Sparkassen. In Bayern waren nach dem Stand vom 3. November drei Geldinstitute an Bord; als erstes bayerisches Institut wird die Sparkasse Rottal-Inn in der Nähe von Passau genannt.

    Nach Angaben von Eva Mang vom Sparkassenverband Bayern hatten sich im Oktober 2026 rund 70 Prozent der 38 bayerischen Sparkassen für das Angebot entschieden. Die geplanten Freischaltungstermine reichen ihren Angaben zufolge bis ins Jahr 2027.

    Deutschlandweit gibt es über 300 Sparkassen. Wann ein Institut startet, entscheidet es selbst. Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen; im ersten Halbjahr 2027 soll ein großer Teil der interessierten Sparkassen angebunden sein.

    Diese Sparkassen werden als teilnehmende Institute genannt

    • Frankfurter Sparkasse
    • Taunus Sparkasse
    • Sparkasse Karlsruhe
    • Sparkasse Rottal-Inn
    • Niederrheinische Sparkasse RheinLippe
    • Stadtsparkasse München
    • Landessparkasse zu Oldenburg

    Bitcoin, Ether, XRP, Solana und Polygon handelbar

    Voraussetzung für die Nutzung ist laut Deka-Presseabteilung ein Girokonto bei einer teilnehmenden Sparkasse, die Teilnahme am Mobile Banking einschließlich der App Sparkasse sowie ein funktionierendes TAN-Verfahren wie S-PushTAN.

    Volljährige Kundinnen und Kunden können in der App über die Themenwelt „Anlegen“ das Angebot „Krypto - powered by Deka“ aufrufen und ein Kryptokonto bei der DekaBank eröffnen. Eine separate App ist nicht erforderlich.

    Ohne Beratung können Bitcoin, Ether, XRP, Solana und Polygon gekauft und verkauft werden. Vor dem Abschluss einer Transaktion wird ein verbindlicher Kauf- beziehungsweise Verkaufspreis angezeigt, der für einen begrenzten Zeitraum gesichert ist.

    Die Ordergebühr beträgt 0,99 Euro pro Transaktion. Die Sparkassen weisen zugleich auf hohe Schwankungen, mögliche Totalverluste und Betrug hin.

    Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken häuften sich in Oberfranken Betrugsfälle mit Kryptowährungen. Der Schaden belief sich bis Anfang Oktober 2026 bereits auf einen Millionenbetrag.

    Sparkassen betonen den Charakter als Selbstentscheider-Angebot

    Martin Ruhland, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rottal-Inn, erklärte gegenüber der Passauer Neuen Presse, man wolle Kunden einen sicheren Zugang zum Kryptogeschäft bieten. Das Angebot richte sich ausschließlich an volljährige Kunden, die ihre Anlageentscheidungen selbst treffen.

    Anlageberatung zu Kryptowährungen bieten die Sparkassen nicht an. Mitarbeitende können laut dem Bericht allgemeine Fragen zum Zugang und zur Nutzung beantworten und technische Unterstützung leisten.

    Die deutschen Sparkassen erklären, wer sich bewusst für ein solches Investment entscheide, solle dies in einem sicheren und regulierten Rahmen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe tun können. Zugleich werben sie nach eigenen Angaben nicht für die Anlageklasse.

    „Wer sich aber bewusst für ein solches Investment entscheidet, soll dies damit in einem sicheren, regulierten Rahmen tun können – innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe“

    Verbreitung von Kryptowährungen in Deutschland

    Knapp neun Millionen Menschen in Deutschland ab 18 Jahren besitzen laut den im Artikel genannten Angaben Kryptowährungen. Das entspricht einem Anteil von 12,8 Prozent der volljährigen Bevölkerung.

    67,4 Prozent besitzen keine Kryptowährungen und schließen dies auch für die Zukunft kategorisch aus. Unter den 25- bis 34-Jährigen besitzen gut ein Viertel beziehungsweise 28,4 Prozent Kryptowährungen, während die Anlageklasse bei der Generation ab 55 Jahren kaum eine Rolle spielt.

    Die VR-Bank Würzburg führte am 5. Mai 2026 als erste genossenschaftliche Primärbank in Deutschland das Krypto-Handelsangebot „meinKrypto“ ein. In den bisher gut fünf Monaten gewann die Bank damit rund 50 neue Kunden; von rund 70.000 Bestandskunden hatte inzwischen eine dreistellige Zahl Kryptowährungen gekauft.

    AngabeWert
    Start des Sparkassen-Angebots19. Oktober 2026
    Bayerische Sparkassen38
    Anteil der entschiedenen bayerischen Sparkassenrund 70 Prozent
    Monatlich geplante weitere Sparkassen30 bis 40
    Ordergebühr0,99 Euro pro Transaktion
    Krypto-Besitzer in Deutschland ab 18 JahrenKnapp neun Millionen
    Anteil der volljährigen Bevölkerung12,8 Prozent
    Erwachsene ohne Kryptowährungen und ohne geplante Anschaffung67,4 Prozent
    Krypto-Besitz bei den 25- bis 34-Jährigen28,4 Prozent

    Infobox: InFranken.de berichtet über den schrittweisen Start des Sparkassen-Kryptohandels seit dem 19. Oktober 2026. Handelbar sind Bitcoin, Ether, XRP, Solana und Polygon; die Ordergebühr beträgt 0,99 Euro pro Transaktion, Beratung wird nicht angeboten.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklung markiert vor allem eine institutionelle Normalisierung von Kryptowährungen. Dass Banken und Sparkassen den Zugang erleichtern, kann Vertrauen und Verbreitung fördern, ändert aber nichts an der hohen Volatilität, dem Verlustrisiko und der fehlenden Beratung. Zugleich zeigen die ETF-Abflüsse, dass die wachsende Infrastruktur nicht automatisch stabile Nachfrage bedeutet. Entscheidend wird sein, ob sich Krypto langfristig als eigenständige Anlageklasse etabliert oder vor allem als spekulatives, stark liquiditätsabhängiges Vermögenssegment bleibt.

    Infobox: Mehr institutioneller Zugang erhöht die Reichweite von Kryptowährungen, beseitigt jedoch weder Markt- noch Verlustrisiken.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Also ich finde den Sparkassen-Start irgendwie spannend, aber auch bissl wiedersprüchlich. Einerseits heist es ja kein werben und keine Beratung, andererseits liegt das ganze dann schön in der App neben Girokonto und normalen Anlagen, was für viele bestimmt schon wie eine gewisse Empfehlung wirkt. Meine Tante würde warscheinlich denken wenn die Sparkasse das anbietet kann es ja nicht sooo gefährlich sein, obwohl genau davor ja gewarnt wird.

    Was mich ausserdem wundert sind diese ETF-abflüsse und gleichzeitig empfiehlt Citi das ganze wohlhabenden Kunden. Eine Milliarde Dollar klingt erstmal nach total viel, aber im verhältniss zu den über hundert Milliarden ist es vielleicht doch nicht ganz so dramatisch, keine ahnung. Jedenfalls zeigt es das große Banken auch nicht wirklich wissen wohin die Reise geht und trotzdem Gebühren verdienen möchten. Bei den 0,99 Euro pro Sparkassen-Transaktion kommt ja sicher auch noch irgendwie der Preisunterschied beim Kauf und Verkauf dazu, oder? Das stand nicht so richtig im Mittelpunkt.

    Der Vergleich mit Gold und dem alten Streit um Silber ist interessant, aber ich glaube man muss aufpassen nicht alles in einen Topf zu werfen. Gold kann man anfassen und Bitcoin nicht, dafür kann Bitcoin leichter verschickt werden und ist nicht von einem Tresor abhängig. Ob das deshalb gleich „wahres Geld“ ist, weiss ich nicht. Geld ist am Ende vieleicht sowieso nur das, woran genug Leute glauben. Früher waren es Muscheln, dann Gold, heute sind es Zahlen auf einem Bankkonto und manchmal halt bunte Punkte in einer App.

    Auch der Öl-Teil war für mich etwas abschweifend, obwohl er warscheinlich wegen der Liquidität und den Märkten drin ist. Wenn Öl wegen Krieg teuer wird und dadurch Zinsen und Dollar steigen, dann kann das Krypto drücken, aber das ist schon ziemlich viel Kettenreaktion. Da blickt doch kein normaler Kleinanleger mehr durch, der einfach nur ein bischen Bitcoin kaufen will. Und dann noch Apple, AMD, Tesla, Hormus und Zwischenwahlen alles gleichzeitig, puh.

    Was ich bei den Sparkassen am wichtigsten finde ist die Formulierung „Selbstentscheider“. Das klingt erstmal neutral, schiebt die Verantwortung aber komplett zum Kunden. Bei Aktien gibt es immerhin meistens mehr Informationen und viele wissen schon ungefähr was eine Firma ist. Bei Solana, XRP oder Polygon können die meisten vermutlich kaum erklären, was genau dahinter steckt. Ich wüsste es jedenfalls nicht ohne erstmal lange nachzulesen und dann verstehe ich am Ende warscheinlich trotzdem nur die hälfte.

    Gut finde ich zumindest das keine extra App nötig ist und der Zugang nicht über irgendwelche dubiosen Telegram-Gruppen läuft. Gerade bei den erwähnten Betrugsfällen ist ein regulierter Zugang sicherlich besser als irgendwelche Leute die traumrenditen versprechen. Sicher ist es dadurch aber auch nicht automatisch, denn wenn der Kurs 60 Prozent fällt hilft die Sparkassen-App auch nicht weiter. Reguliert heist eben nicht wertstabil, das wird bestimmt von einigen verwechselt.

    Die 12,8 Prozent Krypto-Besitzer finde ich ebenfalls eine komische Zahl, weil es sicher darauf ankommt ob jemand einmal für 20 Euro Bitcoin gekauft hat oder richtig viel Geld drinn hat. „Besitzer“ sagt also noch nicht viel über die Bedeutung aus. Vielleicht haben viele Leute nur ein bischen gekauft und schauen jetzt alle paar Monate nach, während andere ihr ganzes Vermögen da reinwerfen. Das sind zwei komplett verschiedene Risiken.

    Unterm Strich wirkt Krypto dadurch erwachsener, aber nicht unbedingt vernünftiger. Banken machen es zugänglicher, Citi findet ETFs trotz Abflüssen interessant und die Sparkassen sagen gleichzeitig bitte selber entscheiden und Totalverlust möglich. Das ist eigentlich die ganze Debatte in einem Satz. Ich würde jedenfalls nicht wegen einer Sparkassen-App plötzlich mehr investieren als ich auch komplett verlieren könnte, obwohl die Versuchung durch den einfachen Knopf sicher größer wird.

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