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    Advanced Blockchain unter Druck, Ondo Finance expandiert, Riot-Aktie steigt via ERCOT-Fokus

    KI-generiert
    06.08.2026 685 mal gelesen 4 Kommentare Google-News
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    Der Kryptomarkt zeigt ein uneinheitliches Bild: Advanced Blockchain steht unter Druck, Ondo Finance baut seine Tokenisierungsplattform aus und Riot Platforms profitiert möglicherweise von knapper Rechenzentrumskapazität. Drei Unternehmen, drei völlig unterschiedliche Chancen-Risiko-Profile.
    Advanced Blockchain fiel um 8,52 Prozent auf 1,29 Euro und liegt seit Jahresbeginn fast 50 Prozent im Minus. Zwar bestätigte GBC die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2,00 Euro bis Ende 2027, stufte die Aktie aber weiterhin als spekulativ ein. Hohe Kosten, Abschreibungen und ein Jahresfehlbetrag von 3,48 Millionen Euro belasten den geplanten Umbau zu „ABAG 2.0“.
    Bei Ondo Finance steht dagegen die Expansion im Mittelpunkt: Adam Schlisman, früher CFO von Blockchain.com und Monashee Investment Management, übernimmt den Finanzbereich. Ondo verwaltet über seine Produkte mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar, allein Ondo Stocks kommt auf über 1 Milliarde US-Dollar. Die Personalie soll das Wachstum tokenisierter Staatsanleihen und Aktien institutionell absichern.
    Die Tokenisierung gilt als einer der dynamischsten Bereiche des Kryptomarkts. Ondos Produkte laufen unter anderem auf Ethereum, Solana und BNB Chain und ermöglichen potenziell schnellere Abwicklungen sowie Handel rund um die Uhr. Gleichzeitig soll das Unternehmen eine Übernahme im Umfang von 250 bis 500 Millionen US-Dollar prüfen.
    Riot Platforms verschob kurzfristig die Veröffentlichung seiner Quartalszahlen, während der texanische Netzbetreiber ERCOT sämtliche laufenden Rechenzentrum-Projekte prüft. Rund 474 Gigawatt stehen auf der Anschluss-Warteliste, etwa 90 Prozent davon entfallen auf Datenzentren. Diese Knappheit könnte bestehende Standorte und Stromverträge aufwerten: Die Riot-Aktie stieg um 8,85 Prozent auf 20,41 Euro und liegt 2026 bereits 80,84 Prozent vorne.

    Der Kryptomarkt bleibt in Bewegung: Advanced Blockchain kämpft mit Kursverlusten und hohen Abschreibungen, Ondo Finance treibt die Tokenisierung mit neuer Führung voran, während Riot Platforms vom Engpass bei Rechenzentrumskapazitäten profitieren könnte. Der Pressespiegel zeigt, wie unterschiedlich Chancen und Risiken derzeit verteilt sind.

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    Advanced Blockchain: Aktie fällt auf 1,29 Euro

    Die Aktie der Advanced Blockchain AG ist im deutschen Handel um 8,52 Prozent auf 1,29 Euro gefallen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 49,69 Prozent, womit sich die seit Monaten anhaltende Schwächephase fortsetzt, berichtet Börse Global.

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    Die GBC AG bestätigte am 22. Juli ihre Kaufempfehlung und sieht ein Kursziel von 2,00 Euro bis zum Ende des Jahres 2027. Die Analysten Matthias Greiffenberger und Cosmin Filker stufen den Wert zugleich weiterhin als spekulativ ein, da die Geschäftsentwicklung stark von volatilen Token-Märkten abhängt.

    In einer Studie verwies GBC auf Fortschritte beim Transformationsprozess „ABAG 2.0“. Belastend bleiben laut der Analyse jedoch die hohe operative Kostenbasis sowie die finanziellen Folgen der Token-Investitionen.

    Für das Geschäftsjahr 2025 stieg der Konzernumsatz von 0,23 Millionen Euro auf 0,31 Millionen Euro. Gleichzeitig weitete sich der Jahresfehlbetrag von 1,78 Millionen Euro auf 3,48 Millionen Euro aus.

    Als wesentliche Ursache nannte das Unternehmen Wertberichtigungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Diese betrafen Forderungen gegenüber der nakamo.to GmbH und der Tochtergesellschaft Incredulous Labs Ltd.

    Incredulous Labs Ltd. verzeichnete 2025 einen Fehlbetrag von 16,98 Millionen US-Dollar. Ausschlaggebend waren vor allem Abschreibungen auf Token-Rechte und Projektinvestitionen; im bereinigten Vorjahr hatte die Tochtergesellschaft noch einen Gewinn von 0,95 Millionen US-Dollar erzielt. Die Bilanzsumme sank infolge der Verluste auf 5,39 Millionen US-Dollar.

    Für den operativen Betrieb und die strategische Neuausrichtung sicherte sich Advanced Blockchain am 1. Juni ein Gesellschafterdarlehen in sechsstelliger Höhe. Das Kapital soll sowohl die Transformation zu „ABAG 2.0“ als auch das laufende Tagesgeschäft finanzieren.

    Als operativen Fortschritt im Beteiligungsportfolio nennt der Bericht Panoptic. Das Unternehmen startete am 15. Juni die zweite Version seiner Plattform für den On-Chain-Handel mit tokenisierten Vermögenswerten.

    KennzahlAngabe
    Aktueller Kurs1,29 Euro
    Tagesveränderung-8,52 Prozent
    Jahresveränderung-49,69 Prozent
    Kursziel bis Ende 20272,00 Euro
    Umsatz 20250,31 Millionen Euro
    Jahresfehlbetrag 20253,48 Millionen Euro
    Die GBC AG bestätigte ihre Kaufempfehlung, stufte den Wert jedoch weiterhin als spekulativ ein.

    Zusammenfassung: Advanced Blockchain steht einem Kursrückgang von 8,52 Prozent auf 1,29 Euro und einem Jahresminus von 49,69 Prozent gegenüber. Ein bestätigtes Kursziel von 2,00 Euro bis Ende 2027 steht hohen Verlusten, Abschreibungen und einer angespannten finanziellen Lage gegenüber.

    Ondo Finance ernennt ehemaligen Blockchain.com-CFO

    Ondo Finance hat Adam Schlisman zum Chief Financial Officer ernannt. Der ehemalige CFO von Blockchain.com soll die Finanzoperationen des auf tokenisierte Vermögenswerte spezialisierten Unternehmens ausbauen, berichtet CoinDesk.

    Schlisman war zuletzt CFO des globalen Makro-Hedgefonds Monashee Investment Management. Zuvor leitete er bei Blockchain.com die Bereiche Finanzen, Schatzamt und Risikomanagement in einer Phase schnellen Wachstums.

    Zu Beginn seiner Karriere verbrachte Schlisman fast ein Jahrzehnt bei Graham Capital Management in den Bereichen Portfoliomanagement und Risikomanagement. Seine Ernennung erfolgt während des Ausbaus von Ondos Geschäft mit On-Chain-Kapitalmärkten.

    Ondo wurde 2021 von ehemaligen Goldman-Sachs-Führungskräften gegründet. Das Unternehmen bietet blockchain-basierte US-Staatsanleihen und Aktien an und verfügt über seine Produkte hinweg über ein Volumen von mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar.

    Die Plattform für tokenisierte Wertpapiere hat bei Ondo Stocks einen TVL von über 1 Milliarde US-Dollar erreicht. Zusätzlich verweist das Unternehmen auf das Wachstum von Ondo Perps sowie auf Kooperationen mit traditionellen Marktinfrastruktur-Anbietern wie DTCC.

    Die Tokenisierung zählt laut dem Bericht zu den am schnellsten wachsenden Sektoren im Kryptowährungsbereich. Banken, Vermögensverwalter und Kryptounternehmen bringen tokenisierte Versionen von Staatsanleihen, Geldmarktfonds, Privatkrediten und Aktien auf Blockchain-Plattformen.

    Als mögliche Vorteile werden kürzere Abwicklungszeiten, ein verbesserter Marktzugang und ein rund um die Uhr möglicher Handel genannt. Ondos Plattform ist auf Solana, Ethereum und BNB Chain verfügbar und in Börsen, Wallets und Verwahrer wie Binance, Bitget, MetaMask, Ledger und Blockchain.com integriert.

    CoinDesk berichtete zudem, dass Ondo eine mögliche Übernahme im Bereich von 250 Millionen bis 500 Millionen US-Dollar prüfe. Die Information stamme von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person.

    „Tokenisierte Märkte bewegen sich von der frühen Einführung hin zu institutionellem Maßstab“, sagte Adam Schlisman laut CoinDesk.
    UnternehmensangabeWert
    Gründung von Ondo2021
    TVL bei Ondo Stocksüber 1 Milliarde US-Dollar
    Volumen über die Produkte hinwegmehr als 3,5 Milliarden US-Dollar
    Geprüfter Übernahmebereich250 Millionen bis 500 Millionen US-Dollar

    Zusammenfassung: Ondo Finance verstärkt seine Führung mit Adam Schlisman, der zuvor CFO bei Blockchain.com und Monashee Investment Management war. Die Personalie fällt in eine Expansionsphase mit einem TVL von über 1 Milliarde US-Dollar bei Ondo Stocks und einem Produktvolumen von mehr als 3,5 Milliarden US-Dollar.

    Riot Platforms: ERCOT prüft Strombedarf von 474 Gigawatt

    Riot Platforms hat die für den 5. August um 8:30 Uhr EST geplante Veröffentlichung der Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 kurzfristig verschoben. Ein neuer Termin für die Bilanzvorlage und den Earnings Call wurde noch nicht genannt, berichtet AD HOC NEWS.

    Am Markt wird mit einem Verlust pro Aktie von 0,29 US-Dollar gerechnet. Beim Umsatz erwarten Analysten für das abgelaufene Quartal etwa 154,29 Millionen US-Dollar.

    Parallel zur verschobenen Zahlenvorlage sorgt eine Entscheidung des texanischen Netzbetreibers ERCOT für Aufmerksamkeit. ERCOT ordnete ein Audit für sämtliche laufenden Rechenzentrum-Projekte an.

    Hintergrund ist die hohe Auslastung der Stromnetze. Die aktuelle Warteliste für Netzanschlüsse umfasst rund 474 Gigawatt; Datenzentren machen etwa 90 Prozent dieses Volumens aus.

    Bernstein bewertet die regulatorischen Entwicklungen als positiv für etablierte Unternehmen wie Riot Platforms. Strengere Kontrollen und ein möglicher Genehmigungsstopp für neue Projekte könnten dazu führen, dass bestehende Mining-Standorte und deren Stromverträge an Wert gewinnen.

    Miner haben der Berichterstattung zufolge bereits Kapazitäten von rund 8 Gigawatt an Hyperscaler vermietet. Das Volumen solcher Geschäfte wird auf über 160 Milliarden US-Dollar geschätzt.

    Riot wird neben IREN und TeraWulf als relativer Gewinner der aktuellen Marktsituation eingestuft. Die Aktie notierte bei 20,41 Euro und lag damit 8,85 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Anstieg auf 80,84 Prozent.

    Zusätzlich wurden Transaktionen aus der Führungsebene bekannt. Ryan D. Werner, Senior Vice President und Chief Accounting Officer, ließ am 31. Juli insgesamt 148.500 Aktien zur Begleichung von Steuerverpflichtungen einbehalten.

    Nach der Transaktion hält Werner weiterhin direkt 747.226 Aktien an Riot Platforms. Auch beim CEO wurden Anteile zur Steuerzahlung einbehalten, was laut Bericht vor der Abrechnung aktienbasierter Vergütungsprogramme üblich ist.

    KennzahlAngabe
    Warteliste für Netzanschlüsserund 474 Gigawatt
    Anteil der Datenzentrenetwa 90 Prozent
    Vermietete Kapazitäten an Hyperscalerrund 8 Gigawatt
    Geschätztes Volumen der Dealsüber 160 Milliarden US-Dollar
    Aktueller Kurs20,41 Euro
    Tagesveränderung+8,85 Prozent
    Jahresveränderung+80,84 Prozent
    Erwarteter Verlust je Aktie0,29 US-Dollar
    Erwarteter Umsatzetwa 154,29 Millionen US-Dollar

    Zusammenfassung: Riot Platforms verschob die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 ohne neuen Termin. Während ERCOT eine Prüfung von Rechenzentrum-Projekten angesichts einer Anschluss-Warteliste von rund 474 Gigawatt anordnet, legte die Aktie um 8,85 Prozent auf 20,41 Euro zu.

    Einschätzung der Redaktion

    Advanced Blockchain bleibt trotz des bestätigten Kursziels ein hochriskantes Investment. Die Kombination aus starkem Kursverlust, wachsendem Fehlbetrag, hohen Abschreibungen und zusätzlichem Finanzierungsbedarf spricht dafür, dass eine nachhaltige operative Stabilisierung bislang nicht erreicht ist. Das Aufwärtspotenzial steht damit einem erheblichen Ausführungs- und Finanzierungsrisiko gegenüber.

    Kernaussage: Spekulative Turnaround-Chance, aber derzeit überwiegen die bilanziellen und operativen Risiken.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Berufung von Adam Schlisman stärkt Ondo Finance vor allem institutionell und im Risikomanagement. Entscheidend ist nun, ob das Unternehmen das hohe Wachstum bei tokenisierten Vermögenswerten in belastbare Erträge, regulatorische Stabilität und dauerhaftes Vertrauen großer Marktteilnehmer überführen kann. Die Personalie signalisiert Expansion, ersetzt aber keinen Nachweis nachhaltiger Profitabilität.

    Kernaussage: Strategisch positives Signal für die Professionalisierung eines schnell wachsenden Tokenisierungsanbieters.

    Einschätzung der Redaktion

    Für Riot Platforms verbessert die knappe Strominfrastruktur potenziell die Position bestehender Standorte und kann deren strategischen Wert erhöhen. Die verschobene Zahlenvorlage bleibt jedoch ein Unsicherheitsfaktor, insbesondere bei einem bereits kräftigen Jahresanstieg der Aktie. Der zentrale Bewertungsmaßstab ist deshalb, ob Riot seine Stromkapazitäten profitabel in Mining- und Rechenzentrumsgeschäft umsetzen kann.

    Kernaussage: Strukturell günstige Marktbedingungen treffen auf erhöhte Erwartungen und kurzfristige Transparenzrisiken.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannender Vergleich der drei Fälle, weil man hier schön sieht, wie unterschiedlich das Risiko verteilt ist. Bei Advanced Blockchain würde ich mich von dem Kursziel von 2 Euro ehrlich gesagt nicht zu sehr beruhigen lassen. Wenn der Umsatz nur leicht steigt, der Verlust sich aber fast verdoppelt und gleichzeitig hohe Abschreibungen anfallen, ist das erstmal kein überzeugender Turnaround. Besonders die Wertberichtigungen bei Forderungen und Token-Rechten zeigen ja, wie schwer solche Beteiligungen einzuschätzen sind. Ein Gesellschafterdarlehen kann kurzfristig Luft verschaffen, löst aber noch nicht das eigentliche Problem der hohen Kostenbasis. Panoptic klingt zwar nach einem interessanten Projekt, aber am Ende muss sich zeigen, ob daraus auch dauerhaft Einnahmen für den Konzern entstehen und nicht nur neue Bewertungseffekte.

    Ondo Finance wirkt im Vergleich deutlich professioneller aufgestellt. Die Verpflichtung eines CFO mit Erfahrung bei Blockchain.com und im Risikomanagement ist sicher ein gutes Signal, gerade wenn das Unternehmen jetzt stärker in Richtung institutioneller Kunden wachsen möchte. Die Milliardenbeträge beim TVL lesen sich natürlich beeindruckend, trotzdem sollte man dabei immer unterscheiden zwischen verwaltetem Volumen, tatsächlichen Gebühreneinnahmen und echtem Gewinn. Tokenisierte Staatsanleihen und Aktien könnten sich langfristig wirklich etablieren, weil schnellere Abwicklung und Handel rund um die Uhr für viele Marktteilnehmer interessant sind. Gleichzeitig sind Regulierung, Verwahrung und die rechtliche Durchsetzbarkeit der Token noch Themen, die nicht einfach verschwinden. Wachstum allein reicht deshalb auch bei Ondo nicht, irgendwann müssen belastbare Erträge und ein stabiles Geschäftsmodell sichtbar werden.

    Bei Riot finde ich den ERCOT-Aspekt besonders interessant. Wenn Rechenzentrumskapazitäten und Stromanschlüsse tatsächlich zum Engpass werden, können bereits gesicherte Standorte einen erheblichen strategischen Wert bekommen. Das ist dann fast schon eine andere Investmentstory als das klassische Bitcoin-Mining. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Aktie in diesem Jahr schon sehr stark gestiegen ist und damit viel Zukunft eingepreist sein dürfte. Die verschobene Veröffentlichung der Quartalszahlen kommt da natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt, auch wenn das nicht automatisch etwas Negatives bedeuten muss. Anleger wollen gerade nach einem so deutlichen Kursanstieg einfach wissen, ob Umsatz, Kosten und Auslastung die Erwartungen erfüllen.

    Unterm Strich wäre Advanced Blockchain für mich eher eine kleine Spekulation, Ondo ein Unternehmen mit interessanter Perspektive aber noch offenen Fragen und Riot die momentan greifbarste Infrastruktur-Story. Bei allen drei Werten gilt aber: Die großen Prozentzahlen und Milliardenangaben klingen schnell beeindruckend, sagen allein jedoch wenig über die Qualität des Investments aus. Entscheidend ist, ob aus den Projekten am Ende nachhaltiger Cashflow entsteht. крипtoKeks
    Das mit den 474 Gigawatt klingt echt komplett verrückt, da merkt man erst wie knapp solche Anschlüsse inzwischen sind. Aber die verschobenen Quartalszahlen machen mich schon etwas nervös, grade wenn die Aktie vorher so hochgelaufen ist. Die einbehaltenen Aktien für Steuerzahlungen sind wohl normal, sieht für viele trotzdem erstmal nach Verkauf aus und sorgt bestimmt für noch mehr unruhe.
    Die verschobene Zahlenvorlage bei Riot finde ich trotz der möglichen ERCOT-Chance am heikelsten, denn ohne aktuelle Zahlen bleibt unklar, ob die hohen Erwartungen und der Kursanstieg operativ überhaupt schon gedeckt sind.
    Was bei Riot irgendwie untergeht ist der kleine aber wichtige unterschied zwischen gesicherter leistung und wirklich profitabler nutzung. 8 Gigawatt an Hyperscaler zu vermieten klingt erstmal nach riesen jackpot, aber da hängen bestimmt anschlusskosten, umbau, wartung und verträge drann. Und 474 GW warteliste heist ja nicht das diese ganze leistung morgen gebraucht wird, vieles davon wird warscheinlich auch nie gebaut oder jahre verzögert. Trotzdem ist die knappe netzkapazität natürlich ein echter vorteil für standorte die schon genehmigungen und stromverträge haben.

    Die verschobenen zahlen finde ich dabei fast spannender als die ERCOT meldung. Wenn ein termin so kurzfristig gestrichen wird und noch kein neuer genannt wird, fragt man sich schon ob intern noch zahlen geprüft werden oder ob es einfach ein organisatorisches problem ist. Muss nichts schlimmes sein, aber bei einer aktie die in 2026 schon über 80 prozent gestiegen ist, reicht halt schon ein kleiner zweifel für ordentlich bewegung. Der erwartete verlust von 0,29 dollar je aktie zeigt ausserdem, das Riot trotz der grossen Zukunftsphantasie noch nicht automatisch ein gewinn monster ist.

    Bei den aktien einbehaltungen zur Steuer würde ich nicht gleich von insider verkäufen reden. Wenn die anteile wirklich nur für steuerverpflichtungen einbehalten wurden ist das was anderes, auch wenn es in den Schlagzeilen natürlich erstmal schlechter aussieht. 747.226 aktien direkt zu halten ist ja weiterhin eine ziemlich enorme beteiligung, da sollte der Chefaccountant nicht unbedingt gegen die Firma wetten. Aber aktienvergütung kann auch verwässern und muss bei der bewertung mit rein, was viele bei solchen wachstumsstories gern vergessen.

    Ondo finde ich wegen der möglichen übernahme noch nicht richtig einschätzbar. 250 bis 500 millionen klingt im vergleich zu 3,5 milliarden produktvolumen fast klein, aber Volumen ist eben nicht automatisch Firmenwert oder umsatz. Vielleicht kauft Ondo etwas dazu, vielleicht wird Ondo auch selber zum übernahmeziel, im artikel bleibt das etwas schwammig. Der neue CFO kann bei solchen deals helfen, vorallem bei due dilligence und risikokontrolle, aber eine bekannte vergangenheit bei Blockchain.com ist natürlich auch kein garant für gutes management in jeder marktphase. Gerade tokenisierte staatsanleihen brauchen ja nicht nur technik sondern auch rechtliche sicherheit, verwahrung und genug liquidität wenn die leute wieder raus wollen.

    Spannend wäre auch zu wissen wie die 3,5 milliarden genau gezählt werden. Sind das echte kunden gelder, mehrfach gezählte token über verschiedene chains oder teilweise nur marktwert der ausgegebenen produkte? TVL zahlen sind bei defi oft sehr eindrucksvoll und dann ändern sie sich durch kurse oder interne verschiebungen, ohne das neue kunden dazu kommen. Das soll Ondo nicht schlecht machen, aber man sollte die zahl nicht wie einen jahresumsatz behandeln. Ein CFO aus dem klassischen finance bereich könnte genau bei dieser transparenz helfen, falls die firma wirklich institutionelle kunden gewinnen will.

    Advanced Blockchain ist für mich nach den neuen details nochmal ein ganz anderes risiko als die beiden anderen. Nicht nur der kurs ist gefallen, sondern die Tochter hat fast 17 millionen dollar verlust bei einer bilanzsumme von gerade mal 5,39 millionen. Da kann man schon fragen was von den ganzen projektbeteiligungen am ende überhaupt noch übrig ist. Abschreibungen sind zwar nicht immer zahlungswirksam, aber sie zeigen halt das frühere annahmen offenbar zu optimistisch waren. Und wenn dann zusätzlich ein Gesellschafterdarlehen fürs Tagesgeschäft nötig ist, wirkt das nicht gerade wie ein Unternehmen das schon aus eigener kraft fliegt.

    Panoptic 2.0 kann trotzdem gut werden, nur muss ein neues platform release erstmal nutzer und gebühren bringen. Bei crypto projekten wird oft die technik gefeiert bevor klar ist ob jemand dauerhaft dafür bezahlt. Der begriff tokenisierte vermögenswerte klingt zudem überall modern, aber am ende entscheidet die nachfrage und nicht das buzzword. Unterm strich scheint Riot aktuell die greifbarste Story zu sein, Ondo die am professionellsten wirkende wachstumswette und Advanced eher ein sehr kleines lotto mit bilanz. Naja und bei Lotto weis man ja, die Werbung zeigt auch nie die verlierer.

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