Die besten Bücher zum Thema Bitcoin
Egal, ob Du Dein Einsteiger bist oder Dein Fachwissen vertiefen möchtest - die richtige Literatur gibt es bei Amazon!
Jetzt mehr erfahren
Anzeige

    Tokenisierung erreicht globale Finanzmärkte, Zahlungen und Aktienhandel

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    19.07.2026 169 mal gelesen 4 Kommentare Google-News
    ×

    Einfach nach rechts zur nächsten Story wischen, nach links zurück

    Tokenisierung wird zur konkreten Finanzinfrastruktur: Börsen, Banken und Zahlungsnetzwerke testen Blockchain-Lösungen für schnellere Abwicklungen und dauerhafte Verfügbarkeit. Im US-Aktienmarkt könnten tokenisierte Wertpapiere Geschäfte nahezu sofort abwickeln, statt ein bis zwei Tage auf die endgültige Abrechnung zu warten.
    Swift erprobt mit 17 Großbanken, darunter UBS, einen zugangsbeschränkten Blockchain-Ledger für internationale Zahlungen rund um die Uhr. Tokenisierte Einlagen und Stablecoins sollen grenzüberschreitende Transfers beschleunigen, bestehende Zahlungssysteme aber ergänzen und nicht ersetzen.
    Auch tokenisierte Aktien gewinnen an Bedeutung: Im Juni erreichte ihr monatliches Handelsvolumen 3,86 Milliarden Dollar, ein Plus von 145 Prozent. Ondo und SBI bringen zudem japanische Vermögenswerte auf die Blockchain, während 16 US-Aktien rund um die Uhr ausgegeben und zurückgenommen werden können.
    Hinter den Infrastrukturfortschritten bleiben die Kurse vieler beteiligter Netzwerke schwach. Ethereum verzeichnete erstmals drei Verlustquartale in Folge, BNB verbrannte 1,62 Millionen Token und plant eine KI-Blockchain, während XRP trotz hoher ETF-Zuflüsse unter geringer Wal-Aktivität und regulatorischer Unsicherheit leidet.
    Der entscheidende Wettbewerb findet daher nicht nur bei einzelnen Token statt, sondern bei Standards, Regulierung, Skalierbarkeit und realer Liquidität. Tokenisierung entwickelt sich vom Experiment zur möglichen Kerninfrastruktur des Finanzsystems, doch ihr langfristiger Durchbruch hängt von tatsächlicher Nutzung und klaren rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

    Tokenisierung wird vom Blockchain-Versprechen zur konkreten Finanzinfrastruktur: Börsen, internationale Zahlungen und Aktienmärkte testen neue Wege für schnellere Abwicklung und dauerhafte Verfügbarkeit. Der Pressespiegel zeigt, welche Rolle Swift, Banken und Stablecoins dabei spielen – und wie Ethereum, BNB, XRP und Ondo zwischen institutionellem Fortschritt, regulatorischer Unsicherheit und schwacher Kursentwicklung um ihre Position ringen.

    Werbung

    Tokenisierung erreicht Börsen, Zahlungsverkehr und Aktienmärkte

    Deutschlandfunk: In den USA wird die Digitalisierung der Börsenabläufe vorangetrieben. Der Aktienmarkt mit einem Volumen von 114-Billionen-Dollar soll stärker in Richtung Tokenisierung bewegt werden. Eine Aktie kann dabei innerhalb von einer Sekunde gekauft werden, während die Abwicklung bislang erst nach ein bis zwei Tagen abgeschlossen ist.

    Die besten Bücher zum Thema Bitcoin
    Egal, ob Du Dein Einsteiger bist oder Dein Fachwissen vertiefen möchtest - die richtige Literatur gibt es bei Amazon!
    Jetzt mehr erfahren
    Anzeige

    Viele große Finanzhäuser beschäftigen sich mit der Blockchain-Technologie. Genannt werden unter anderem BlackRock, Vanguard, JPMorgan Chase und Goldman Sachs. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Wertpapiergeschäfte schneller digital abwickeln lassen und welche Rolle tokenisierte Vermögenswerte künftig an den Börsen spielen.

    Infobox: Der US-Aktienmarkt mit einem Volumen von 114-Billionen-Dollar steht im Mittelpunkt der Tokenisierungsbestrebungen. Zwischen Kauf und endgültiger Abwicklung können derzeit ein bis zwei Tage liegen.

    Swift testet Blockchain-Ledger für internationale Zahlungen

    tippinpoint.ch: Swift, die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, hat einen Pilotbetrieb mit einem Blockchain-Ledger eingeführt. Der Organisation gehören weltweit über 11’000 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern an. Die Testteilnehmer können rund um die Uhr grenzüberschreitende Zahlungen mit tokenisierten Einlagen vornehmen.

    Zu den 17 globalen Grossbanken, die das blockchainbasierte Hauptbuch testen, gehört auch die UBS. Weitere genannte Teilnehmer sind BNP Paribas, the Bank of New York Mellon, Citi, HSBC und Wells Fargo. Ziel ist es, Gelder für Kunden über Nacht und am Wochenende zu bewegen, bevor die endgültige Abwicklung über bestehende Zahlungssysteme erfolgt.

    Die Transaktionen sollen mit Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten über mehrere Blockchains hinweg abgewickelt werden können. Die neuen Verfahren sollen neben den bestehenden Zahlungsnetzen arbeiten und diese nicht ersetzen.

    Der Ledger wird auf Linea aufgebaut, einer Ethereum Layer-2-Blockchain von ConsenSys auf der Basis von Hyperledger Besu. Der Zugang bleibt vollständig zugangsbeschränkt, da das Bankenkonsortium entscheidet, wer auf dem Ledger Transaktionen durchführen darf.

    Swift ist bislang kein Transaktionsnetzwerk und überweist oder verwaltet kein echtes Geld. Die Organisation ist ein globales Kommunikationsnetzwerk der Banken, das standardisierte Nachrichten für internationale Geldtransfers und Finanztransaktionen zwischen Instituten übermittelt.

    Swift gibt an, dass 75 Prozent der Zahlungen im Netzwerk innerhalb von 10 Minuten die Empfängerbanken erreichen würden, häufig sogar in Sekunden. Der Blockchain-Ledger soll eine durchgehend verfügbare Plattform für regulierte digitale Gelder schaffen und zugleich die endgültige Abwicklung an bestehende Systeme binden.

    Infobox: Swift testet mit 17 globalen Grossbanken einen Blockchain-Ledger für Zahlungen rund um die Uhr. Die Plattform soll bestehende Zahlungssysteme ergänzen, nicht ersetzen.

    Tokenisierte Einlagen und Stablecoins verfolgen unterschiedliche Ziele

    tippinpoint.ch: Tokenisierte Einlagen sind digitale Repräsentationen realer Bankguthaben, die im regulierten Bankensystem verbleiben. Einlagensicherung, KYC- und AML-Prüfungen sowie die Bilanzierung bei der emittierenden Bank gelten weiter.

    Stablecoins stammen dagegen meist von Drittanbietern und sind überwiegend an den US-Dollar gekoppelt. Bei tokenisierten Einlagen bleibt das Geld im Bankensystem, während Kundengelder bei Stablecoins die Bankbilanz verlassen können und damit für die Kreditvergabe fehlen.

    Markus Fehn von Chartered Investment beschreibt Stablecoins und tokenisierte Einlagen deshalb als strukturell unterschiedliche Instrumente. Stablecoins seien dort relevant, wo freie Übertragbarkeit gefragt sei, tokenisierte Einlagen dort, wo Geld im regulierten Bankenkreislauf bleiben solle.

    „Die Landschaft wird komplexer, nicht einfacher: Stablecoins, tokenisierte Einlagen, der digitale Euro, dazu diverse Blockchain-Lösungen einzelner Banken und Bankengruppen und jetzt der Swift-Ledger.“ – Markus Fehn, tippinpoint.ch

    Swift könnte als Plattformbetreiber festlegen, welche Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerte zugelassen werden. Dazu gehören könnten Anforderungen an Emittenten sowie Regeln für das Zusammenspiel mit anderen Netzwerken. Zunächst dürfte der Fokus laut tippinpoint.ch auf tokenisierten Einlagen der eigenen Mitgliedsbanken liegen.

    Infobox: Tokenisierte Einlagen bleiben Bankeinlagen und unterliegen der Bankenregulierung. Stablecoins stellen Ansprüche auf einen Reservepool dar und unterscheiden sich damit rechtlich und strukturell.

    Swift tritt in Wettbewerb mit Kryptodienstleistern und Banklösungen

    tippinpoint.ch: Stablecoin-Anbieter wie Circle und das neu angekündigte OUSD-Konsortium werben um grenzüberschreitende Zahlungsströme, die Swift künftig selbst rund um die Uhr abwickeln will. Das Swift-Projekt konkurriert außerdem mit Blockchain-Lösungen einzelner Banken und kleinerer Bankengruppen.

    Ripple wird im Pilotprojekt nicht genannt. Ripple hatte sich früh als Swift-Alternative positioniert, sei im Kerngeschäft der Banken untereinander aber nie in der Breite angekommen. Der frühere Swift-Innovationschef Tom Zschach beendete Spekulationen über eine mögliche Integration von Ripple in das internationale Zahlungsnetzwerk mit den Worten „not happening“.

    Die Blockchain-Lösung von Swift ist ebenfalls zugangsbeschränkt. Laut Markus Fehn ist dies im Zahlungsverkehr zwischen Banken kein Mangel, sondern eine Voraussetzung, da Aufsicht, Haftung und Governance klare Verantwortlichkeiten verlangen.

    Die internationale Zahlungsabwicklung könnte sich nach Einschätzung der zitierten Experten deutlich beschleunigen. Eine Überweisung, die über das Korrespondenzbankensystem bis zu drei Werktagen dauern kann, soll auf wenige Minuten verkürzt werden.

    Infobox: Swift könnte mit seinem Bankennetzwerk Stablecoin-Anbieter, Ripple und bestehende Insellösungen von Banken unter Druck setzen. Die entscheidende Frage ist laut den zitierten Experten, welche Netzwerke dauerhaft Liquidität und anschlussfähige Standards bündeln.

    Tokenisierte Aktien erreichen ein Allzeithoch beim Handelsvolumen

    tippinpoint.ch: Das monatliche Handelsvolumen von tokenisierten Aktien erreichte im Juni mit 3,86 Mrd. Dollar ein Allzeithoch. Innerhalb eines Monats stieg das Volumen um 145 Prozent.

    Um Handel und Abrechnung konkurrieren unter anderem Circle, Qivalis, Ripple und OpenUSD. Die Entwicklung findet auf Blockchains wie Solana und Ethereum statt. Laut tippinpoint.ch werden diese Blockchains bei Kursen von vor drei Jahren bewertet.

    Stablecoins lösen nach Einschätzung von Nourdine Abderrahmane nur einen Teil des Bedarfs. Bei einer Überweisung in Fiat-Währung von hier nach Neuseeland wäre derzeit ein Umtausch an einer Kryptobörse und beim Empfänger eine erneute Umwandlung erforderlich. Das könne die Überweisung beschleunigen, verursache aber vergleichsweise hohe Transaktionsgebühren.

    Infobox: Tokenisierte Aktien erreichten im Juni ein monatliches Handelsvolumen von 3,86 Mrd. Dollar. Der Anstieg innerhalb eines Monats betrug 145 Prozent.

    Ethereum: Drei Verlustquartale und neue institutionelle Anwendungen

    FinanzNachrichten.de: Ethereum begann den Juli 2026 mit einem historischen Novum. Erstmals in der Kursgeschichte von ETH schlossen drei Quartale hintereinander im Minus.

    KennzahlWert
    ETH-Kursrund 1.840 Dollar
    Allzeithoch4.953 Dollar
    Abstand zum Allzeithoch63 Prozent
    Marktkapitalisierung233 Milliarden Dollar
    Q4 2025minus 28 Prozent
    Q1 2026minus 29 Prozent
    Q2 2026minus 25 Prozent

    Citi senkte die Ethereum-Prognose am 1. Juli von 3.175 auf 2.240 Dollar und setzte die erwarteten ETF-Zuflüsse auf null. In der Woche zum 11. Juli drehten die Zuflüsse laut wallstreet-online erstmals wieder ins Positive und brachten 84,42 Millionen Dollar in die Fonds.

    Crédit Agricole startete am 1. Juli über seine Tochter CACEIS den Euro-Stablecoin EURXT auf der Ethereum-Blockchain. Die erste Transaktion war eine Fondszeichnung in einen tokenisierten Amundi-Geldmarktfonds. Damit setzen europäische Großbanken Ethereum als Abwicklungsschicht für regulierte Finanzprodukte ein.

    Das Glamsterdam-Upgrade wurde auf das dritte Quartal 2026 verschoben. Es soll durch parallele Transaktionsverarbeitung die Gaskosten senken. Standard Chartered hält sein ETH-Kursziel für 2026 bei 4.000 Dollar.

    IndikatorWert
    Fear and Greed Index23
    RSI52
    ETF-Zuflüsse in der Woche zum 11. Juli84,42 Millionen Dollar
    Standard-Chartered-Kursziel für 20264.000 Dollar

    Infobox: ETH notiert bei rund 1.840 Dollar und liegt 63 Prozent unter dem Allzeithoch von 4.953 Dollar. Gleichzeitig zeigen ETF-Zuflüsse und der Start von EURXT institutionelle Anwendungen der Ethereum-Blockchain.

    BNB Chain verbrennt 1,62 Millionen BNB und plant KI-Blockchain

    FinanzNachrichten.de: Die BNB Chain schloss am 15. Juli den 36. vierteljährlichen Auto-Burn ab. Dabei wurden 1,62 Millionen BNB dauerhaft aus dem Umlauf entfernt. Der Wert der verbrannten Token lag zum Zeitpunkt der Transaktion bei rund 932 Millionen Dollar.

    KennzahlWert
    Verbrannte BNB1,62 Millionen BNB
    Wert des Burnsrund 932 Millionen Dollar
    Gesamtangebotrund 133 Millionen Token
    Langfristiges Ziel100 Millionen BNB
    BNB-Kursrund 566 Dollar
    Allzeithoch1.370 Dollar
    Abstand zum Allzeithoch58 Prozent

    Am 8. Juli veröffentlichte die BNB Chain zudem die Roadmap für eine neue Layer-1-Blockchain für KI-Agenten. Das Netzwerk soll auf über 100.000 Transaktionen pro Sekunde zielen und autonome KI-Agenten direkt in die Basisarchitektur einbetten.

    Vorbestätigungen sollen in unter 50 Millisekunden möglich sein. Der Start des Testnets ist für Ende 2026 vorgesehen. Das bestehende Netzwerk verdoppelte im ersten Halbjahr den Durchsatz auf 5.200 Transaktionen pro Sekunde.

    Der VanEck BNB ETF handelt seit Mai unter dem Ticker VBNB an der Nasdaq. Der T. Rowe Price TKNZ ETF allokiert 11 Prozent in BNB. Tokenisierte Vermögenswerte auf der BNB Chain überschritten 5,2 Milliarden Dollar im kumulierten Handelsvolumen.

    Infobox: Beim 36. Auto-Burn wurden 1,62 Millionen BNB im Wert von rund 932 Millionen Dollar verbrannt. Parallel plant die BNB Chain eine neue Layer-1-Blockchain mit einem Ziel von über 100.000 Transaktionen pro Sekunde.

    XRP: ETF-Zuflüsse treffen auf nachlassende Wal-Aktivität

    Börse Express: Bei XRP klafft eine deutliche Lücke zwischen großen Wallets und institutionellen Anlegern. Transaktionen über eine Million Dollar fielen binnen einer Woche von 70 auf 2. Das entspricht einem Rückgang um 97 Prozent.

    KennzahlWert
    Transaktionen über eine Million Dollarvon 70 auf 2
    Rückgang der Wal-Transaktionen97 Prozent
    Aktive Adressen25.350
    Kumulative Spot-XRP-ETF-Zuflüsse seit November 2025mehr als 1,47 Milliarden Dollar
    Goldman-Sachs-Position153,8 Millionen Dollar
    Netto-Abfluss in der Woche zum 10. Juli7,18 Millionen Dollar
    XRP-Kursrund 1,09 Dollar
    Zyklushoch3,65 Dollar

    Die aktiven Adressen sanken auf 25.350, den zweitniedrigsten Tageswert seit Jahresbeginn. Gleichzeitig sammelten Spot-XRP-ETFs seit November 2025 kumuliert mehr als 1,47 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen ein.

    Goldman Sachs hält laut Börse Express eine Position von 153,8 Millionen Dollar, verteilt über vier verschiedene Fonds. In der Woche zum 10. Juli kam es erstmals seit neun Wochen zu einem Netto-Abfluss von 7,18 Millionen Dollar.

    Der Kursrutsch wurde laut Quelle auch durch US-Luftangriffe auf den Iran und einen breiten Abverkauf bei Technologieaktien ausgelöst. XRP notiert aktuell bei rund 1,09 Dollar und liegt damit etwa 70 Prozent unter dem Zyklushoch von 3,65 Dollar aus dem Sommer 2025.

    Infobox: Die Wal-Transaktionen über eine Million Dollar sanken um 97 Prozent. Dem stehen seit November 2025 mehr als 1,47 Milliarden Dollar kumulierte Nettozuflüsse in Spot-XRP-ETFs gegenüber.

    CLARITY Act bleibt zentraler Unsicherheitsfaktor für XRP

    Börse Express: Im Zentrum der politischen Unsicherheit steht der CLARITY Act. Er soll XRP dauerhaft als Rohstoff einstufen und die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC klären.

    Das Gesetz passierte das Repräsentantenhaus im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen. Das Senate Banking Committee stimmte im Mai 2026 mit 15 zu 9 zu. Dabei schlossen sich nur zwei Demokraten an und forderten weitere Verhandlungen.

    Drei Streitpunkte behindern weiterhin eine Einigung: Stablecoin-Erträge, Schutzklauseln für DeFi-Entwickler und Ethikregeln für Amtsträger mit eigenen Kryptobeständen. Galaxy Research schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung 2026 auf 50 bis 75 Prozent.

    Polymarket bewertet die Wahrscheinlichkeit dagegen mit 43 Prozent. Die Quote ist seit dem Frühling um mehr als 20 Punkte gefallen. Der Senat muss vor der Sommerpause am 7. August eine Entscheidung treffen, ansonsten verschiebt sich die Debatte weiter nach hinten.

    Charttechnisch müsste XRP zunächst die Marke von 1,1175 Dollar zurückerobern. Ein Ausbruch über 1,13 Dollar könnte laut Analysten eine Rally von rund 20 Prozent in Richtung 1,35 Dollar auslösen. Standard Chartered senkte sein Jahresendziel für 2026 von 8,00 auf 2,80 Dollar, hält aber an einem Langfristziel von 28 Dollar für 2030 fest.

    Infobox: Die Verabschiedungswahrscheinlichkeit des CLARITY Act wird von Galaxy Research auf 50 bis 75 Prozent geschätzt, während Polymarket 43 Prozent ausweist. Für XRP gelten 1,1175 Dollar und 1,13 Dollar als wichtige charttechnische Marken.

    Ondo und SBI bringen japanische Vermögenswerte auf die Blockchain

    Phemex: Ondo Finance und SBI, eine der größten Finanzgruppen Japans, wollen japanische Vermögenswerte tokenisieren. Die Abwicklung der Transaktionen soll in JPYSC erfolgen, einem an den Yen gebundenen Stablecoin.

    Ondo Global Markets gibt die tokenisierten Instrumente aus. SBI übernimmt den regulierten Vertrieb, die Verwahrung und die Abwicklung in Japan. Ondo bringt die Blockchain-Emissionstechnologie ein, während SBI Lizenzen, lokale Marktkenntnis und Compliance bereitstellt.

    Die Transaktionen sollen vollständig auf der Blockchain abgewickelt werden. Sowohl der tokenisierte Aktienwert als auch JPYSC als Zahlungsmittel bewegen sich dabei innerhalb der Blockchain-Infrastruktur.

    Ondo aktivierte außerdem das 24/7-Minting und -Redemption für zehn weitere US-Aktien, darunter AMD und Intel. Damit stehen insgesamt 16 tokenisierte Werte rund um die Uhr zur Verfügung.

    KennzahlWert
    Marktanteil von Ondo bei tokenisierten Aktienüber 70 Prozent
    Gesamtwert der Ondo-RWAetwa 3,78 Milliarden US-Dollar
    Rund um die Uhr verfügbare tokenisierte US-Aktien16 Werte
    ONDO-Kursrund 0,345 $
    Bitcoin-Kursca. 64.811 $
    ETH-Kursca. 1.869 $

    Die 24/7-Emission und Rücknahme soll die Preiskopplung zwischen tokenisierten Aktien und den zugrunde liegenden Wertpapieren verbessern. Arbitrageure können jederzeit neue Token ausgeben oder einlösen, auch wenn die New Yorker Börse geschlossen ist.

    Während der Handel tokenisierter Aktien bereits rund um die Uhr möglich war, war die Ausgabe oder Rückgabe bislang an die Öffnungszeiten der US-Börsen gebunden. Durch die dauerhafte Verfügbarkeit soll sich die Preisdifferenz zum realen Basiswert verringern.

    Infobox: Ondo und SBI verbinden Blockchain-Emission, regulierten Vertrieb, Verwahrung und Abwicklung in Japan. Mit AMD und Intel umfasst das 24/7-Minting und -Redemption nun 16 US-Aktien.

    Tokenisierte Aktien entwickeln sich zur dauerhaft verfügbaren Marktinfrastruktur

    Phemex: Die Kooperation mit SBI und die 24/7-Emission zeigen laut Quelle, dass tokenisierte Aktien vom Proof-of-Concept zu einem durchregulierten und dauerhaft verfügbaren Markt weiterentwickelt werden. Der SBI-Deal adressiert den regulierten Marktzugang, während die kontinuierliche Emission und Rücknahme die technische Marktstruktur verbessert.

    Der ONDO-Token notiert aktuell bei rund 0,345 $ und bewegt sich im Einklang mit dem schwachen Altcoin-Markt. Die Fortschritte bei der Infrastruktur haben bislang keine direkte Kursreaktion ausgelöst.

    Für den langfristigen Erfolg bleibt das Handelsvolumen entscheidend. Die Infrastruktur wächst laut Phemex schneller als das Volumen, und erst die Nutzung werde zeigen, ob sich die neuen Angebote dauerhaft durchsetzen.

    Infobox: Ondo hält mit etwa 3,78 Milliarden US-Dollar an RWA und über 70 Prozent Marktanteil eine führende Position bei tokenisierten Aktien. Kurzfristig bleibt der ONDO-Kurs jedoch vom schwachen Altcoin-Markt geprägt.

    Einschätzung der Redaktion

    Die entscheidende Entwicklung ist nicht der kurzfristige Kursverlauf einzelner Token, sondern der Aufbau regulierter Blockchain-Infrastrukturen durch etablierte Finanzinstitute. Tokenisierte Einlagen, Wertpapiere und Stablecoins könnten Abwicklung, Liquidität und Verfügbarkeit deutlich verbessern, sofern rechtliche Zuständigkeiten, Interoperabilität und ausreichendes Handelsvolumen geklärt werden.

    Damit verschiebt sich der Wettbewerb: Nicht jede offene Blockchain wird automatisch zum Gewinner, sondern vor allem jene Netzwerke, die regulatorische Anforderungen, institutionelle Sicherheit und technische Skalierbarkeit verbinden. Die wachsende Nutzung durch Banken erhöht die Relevanz des Sektors, beseitigt aber weder Markt- noch Ausführungsrisiken.

    Kurzfazit: Tokenisierung entwickelt sich von einem Experiment zu einer möglichen Kerninfrastruktur des Finanzsystems. Der Durchbruch hängt weniger von Ankündigungen als von realer Nutzung, verbindlichen Standards und dauerhaft tragfähiger Liquidität ab.

    Quellen:

    Ihre Meinung zu diesem Artikel

    Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
    Bitte geben Sie einen Kommentar ein.
    Der Punkt mit den eingeschränkten Bankennetzwerken wurde bisher etwas unterschätzt: Für internationale Zahlungen ist „offen für alle“ eben nicht automatisch besser, wenn am Ende niemand für Fehler und Geldwäsche haftet. Spannend finde ich deshalb eher, ob Swift wirklich verschiedene Systeme zusammenbekommt – sonst haben wir am Ende nur noch mehr Insellösungen mit schicken Token.
    Interessant finde ich vor allem den japanischen Ansatz mit Ondo und SBI, weil dort nicht nur über Tokenisierung geredet wird, sondern Vertrieb, Verwahrung und Compliance gleich mitgedacht werden. Ob daraus wirklich ein großer Markt wird, entscheidet sich aber wohl weniger an der Technik als daran, ob genug Anleger die Angebote tatsächlich nutzen – 24/7 allein macht noch keine Liquidität.
    Ich finde den eigentlichen Knackpunkt bei dem ganzen Thema ist garnicht die Blockchain selber sondern wer am ende die Regeln macht und ob die Systeme auch wirklich miteinander reden können. 114 Billionen Dollar Aktienmarkt klingt natürlich erstmal nach riesen Revolution, aber schneller kaufen heist ja nicht automatisch das alles schneller und billiger wird. Wenn Verwahrung, Abrechnung und die ganzen Prüfungen danach weiter in alten Systemen laufen, hat man vieleicht nur eine digitale Vorderseite auf einem ziemlich analogen Finanzapparat.

    Bei tokenisierten Einlagen und Stablecoins wird oft so getan als wären das fast dasselbe, dabei ist der Unterschied schon wichtig. Beim Bankguthaben hängt eben eine Bank mit Bilanz und Aufsicht dahinter, beim Stablecoin ist es eher ein Anspruch auf Reserven und man muss dem Herausgeber vertrauen. Das klingt für viele vermutlich nach Kleinkram, kann im Stressfall aber genau der Punkt sein wo es plötzlich garnicht mehr kleinkram ist. Vor allem wenn mehrere Blockchains beteiligt sind und irgendwo ein Netzwerk ausfällt oder ein Token nicht mehr angenommen wird.

    Den Swift-Ledger finde ich deshalb interesanter als die nächste neue Coin Ankündigung. Nicht weil Swift jetzt plötzlich eine Kryptobörse wird, sondern weil dort schon die Banken und die Standards vorhanden sind. Zugangsbeschränkung ist im normalen Krypto-Internet zwar nicht besonders cool, im Zahlungsverkehr zwischen Banken aber vermutlich logisch. Einer muss haftbar sein, einer muss Kunden prüfen und einer muss Transaktionen stoppen können wenn etwas faul ist. Ein komplett offenes System klingt immer schön bis jemand fragt wer eigentlich für den Schaden bezahlt.

    Was mir trotzdem noch fehlt ist die Frage nach den Kosten und der praktischen Nutzung. Eine Zahlung in Sekunden ist nett, aber wenn am Ende für jede Umwandlung von Euro in Dollarstablecoin und wieder zurück Gebühren anfallen, spart man vieleicht nur Zeit und verliert dafür Geld. Auch die vielen verschiedenen Lösungen könnten neue Insellösungen schaffen, nur diesmal mit moderneren Namen. Ethereum, Linea, Solana, BNB und dann noch die Bankketten müssen irgendwie zusammen funktionieren, sonst bringt 24/7 Handel nicht soviel wenn die Liquidität nur auf einer Plattform liegt.

    Bei den tokenisierten Aktien bin ich ebenfalls etwas vorsichtig. 3,86 Milliarden Dollar Handelsvolumen hört sich gewaltig an, ist im Vergleich zum gesamten Aktienmarkt aber noch eher ein Testfeld. Und ein Token der eine Aktie abbildet ist nicht automatisch die Aktie mit allen gleichen Rechten. Dividenden, Stimmrechte, Insolvenz und Verwahrung müssen sauber geregelt sein, sonst kauft man am Ende nur einen digitalen Anspruch der sehr ähnlich aussieht aber rechtlich woanders steht. Das dürfte für normale Anleger schwer zu durchschauen sein.

    Die Kursdaten von ETH, BNB, XRP und ONDO zeigen ja auch ganz gut den Widerspruch. Im Hintergrund bauen Banken und Finanzhäuser Infrastruktur auf, während die dazugehörigen Token trotzdem stark fallen können. Das beweist zwar nicht das die Technik schlecht ist, aber eben das Nutzung und Tokenpreis zwei verschiedene Dinge sind. Ein Unternehmen kann Ethereum verwenden ohne deshalb ETH zu kaufen wie verrückt, oder eine Bank nutzt eine private Layer-2 und der öffentliche Token bekommt davon erstmal kaum etwas ab.

    Bei XRP finde ich die ETF-Zuflüsse und die sinkenden Wal-Transaktionen besonders wiedersprüchlich. Vielleicht kaufen institutionelle Anleger einfach anders und nicht über diese großen Onchain-Bewegungen, vielleicht fehlt aber auch gerade die echte Aktivität. Politische Gesetze wie der CLARITY Act können sicher helfen, aber ein Gesetz allein erzeugt noch keine Nachfrage. Und Kursziele von 2,80 oder 28 Dollar gleichzeitig zeigen eher wie unsicher die Prognosen sind als das beide Zahlen irgendwie gleich wahrscheinlich wären.

    Ondo und SBI ist trotzdem ein spannender Schritt, vorallem wegen dem Yen und dem regulierten Vertrieb. Wenn Ausgabe und Rücknahme wirklich jederzeit möglich sind, kann das die Preisdifferenzen verringern. Aber auch da bleibt die Frage, ob genug Leute solche Produkte nutzen wollen und ob die Börsen, Verwahrer und Aufsichten dauerhaft mitmachen. 24 Stunden Handel hört sich super an, aber Menschen schlafen halt weiterhin und bei starken Marktbewegungen will man vieleicht nicht unbedingt das nachts irgendwo ein Preis verrückt spielt weil kaum Liquidität da ist.

    Unterm Strich glaube ich das Tokenisierung tatsächlich kommt, nur wahrscheinlich weniger spektakulär als es die Krypto-Werbung verspricht. Die Gewinner werden vermutlich nicht unbedingt die lautesten Coins sein, sondern die Systeme die zuverlässig, kompatibel und rechtlich belastbar sind. Vielleicht sieht man von der Blockchain später im Alltag kaum noch etwas, so ähnlich wie beim Internet, wo auch keiner beim Bezahlen darüber nachdenkt welche Protokolle gerade im Hintergrund laufen. Spannend wird also nicht wer die schönste Präsentation macht sondern wer am Montagmorgen auch dann noch funktioniert wenn irgendwo ein Server, eine Bank oder ein Stablecoin probleme macht.
    Bei Ondo und SBI sieht man ganz gut, wo die Reise hingehen könnte: weniger Krypto-Spielerei, mehr regulierte Abwicklung mit echten Finanzprodukten dahinter. Ob daraus ein großer Markt wird, entscheidet aber nicht die Zahl der Partnerschaften, sondern ob genug Leute die tokenisierten Aktien tatsächlich nutzen – sonst bleibt die Infrastruktur am Ende ziemlich leer.

    Keine Anlageberatung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG)

    Die Inhalte dieser Website dienen ausschließlich der Information und Unterhaltung der Leser*innen und stellen keine Anlageberatung und keine Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dar. Die Inhalte dieser Website geben ausschließlich unsere subjektive, persönliche Meinung wieder.

    Die Leser*innen sind ausdrücklich aufgefordert, sich zu den Inhalten dieser Website eine eigene Meinung zu bilden und sich professionell und unabhängig beraten zu lassen, bevor sie konkrete Anlageentscheidungen treffen.

    Wir berichten über Erfahrungswerte mit entsprechenden Anbietern und erhalten hierfür gemäß der Partnerkonditionen auch Provisionen. Unsere Testberichte basieren auf echten Tests und sind auch via Screenshot dokumentiert. Ein Nachweis kann jederzeit eingefordert werden.

    Zusammenfassung des Artikels

    Tokenisierung wird zur Finanzinfrastruktur: Swift, Banken und Börsen testen Blockchain-Lösungen, während Stablecoins, Ethereum und XRP regulatorisch und wirtschaftlich unter Druck bleiben.

    Die besten Bücher zum Thema Bitcoin
    Egal, ob Du Dein Einsteiger bist oder Dein Fachwissen vertiefen möchtest - die richtige Literatur gibt es bei Amazon!
    Jetzt mehr erfahren
    Anzeige

    Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

    Transparente Gebührenstruktur
    Niedrige Gebühren
    Energieeffizienz
    24/7 Support
    Vertragsflexibilität
    Gute Kundenbewertungen
    Sicherheitsmaßnahmen
    Skalierbarkeit
    Regulierungskonformität
    Mehrere Standorte
    Zuverlässige Auszahlungen
    Transparente Leistungsberichte
    Erneuerbare Energien
    Bonus für Neukunden
    Transparente Gebührenstruktur
    Niedrige Gebühren
    Energieeffizienz
    24/7 Support
    Vertragsflexibilität
    Gute Kundenbewertungen
    Sicherheitsmaßnahmen
    Skalierbarkeit
    Regulierungskonformität
    Mehrere Standorte
    Zuverlässige Auszahlungen
    Transparente Leistungsberichte
    Erneuerbare Energien
    Bonus für Neukunden
    Transparente Gebührenstruktur
    Niedrige Gebühren
    Energieeffizienz
    24/7 Support
    Vertragsflexibilität
    Gute Kundenbewertungen
    Sicherheitsmaßnahmen
    Skalierbarkeit
    Regulierungskonformität
    Mehrere Standorte
    Zuverlässige Auszahlungen
    Transparente Leistungsberichte
    Erneuerbare Energien
    Bonus für Neukunden
      Hashing24 Cryptotab Browser Mining NiceHash
      Hashing24 Cryptotab Browser Mining NiceHash
    Transparente Gebührenstruktur
    Niedrige Gebühren
    Energieeffizienz
    24/7 Support
    Vertragsflexibilität
    Gute Kundenbewertungen
    Sicherheitsmaßnahmen
    Skalierbarkeit
    Regulierungskonformität
    Mehrere Standorte
    Zuverlässige Auszahlungen
    Transparente Leistungsberichte
    Erneuerbare Energien
    Bonus für Neukunden
      » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE » ZUR WEBSEITE
    Tabelle horizontal scrollen für mehr Anbieter
    Counter