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Quantenrisiken, XRP-Rekorde, vorsichtige Bitcoin-Prognosen und Pakistans Ringen um Scharia-konforme Digitalwerte: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie stark technische Innovation, Marktstimmung, Regulierung und gesellschaftliche Akzeptanz die Kryptowelt prägen. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl konkrete Kurschancen als auch grundlegende Fragen zur Zukunft von Bitcoin und Blockchain.
Bitcoin zwischen Quanten-Schutz und dauerhaft gesperrten Alt-Wallets
Quantencomputer könnten eines Tages alte Bitcoin-Wallets knacken und Signaturen fälschen. Das Start-up Project Eleven hat laut Yahoo Finanzen Deutschland einen Nachweis entwickelt, mit dem sich echte Besitzer allein über ihre Seed Phrase identifizieren und ihre Coins zurückholen können.
Der Ansatz basiert auf dem sogenannten „Signature Lifting“. Der Nachweis soll zeigen, dass eine Person den Master-Schlüssel hinter einer Adresse besitzt, ohne ihn offenzulegen. Ein Quantencomputer könne zwar den privaten Schlüssel einer offengelegten Adresse aus dem öffentlichen Schlüssel extrahieren, jedoch nicht die Hashfunktion umkehren, durch die der Master-Schlüssel erzeugt wurde.
Das Konzept wurde 2023 von Or Sattath und Shai Wyborski vorgestellt. Lightning-Labs-CTO Olaoluwa Osuntokun entwickelte den ersten Prototyp. Die neue Version soll 16-mal schneller sein und auf einem Laptop in 243 Millisekunden laufen.
„Quantencomputer können einen privaten Schlüssel aus einem öffentlichen extrahieren. Sie können jedoch nicht die Hashfunktion umkehren, durch die dieser erzeugt wurde. Die Schlüsselableitung in der Wallet selbst könnte daher weiterhin einen endgültigen, postquanten-sicheren Besitznachweis liefern“, erklärte Project Eleven in einer Mitteilung.
Der Schutz gilt jedoch nicht für alle Bitcoin-Bestände. Voraussetzung ist BIP-32, das Seed-Phrase-System, das moderne Wallets seit 2012 verwenden. Ältere Wallets erzeugten jeden Schlüssel einzeln und verfügten nicht über einen Master-Schlüssel.
Das betrifft insbesondere die Satoshi zugerechneten Coins. Satoshi Nakamoto minte 2009 und 2010 und verschwand, bevor Seed Phrases eingeführt wurden. Eine Analyse von Sergio Demian Lerner aus dem Jahr 2013 ordnet Satoshi rund 1,1 Millionen BTC zu, verteilt auf etwa 22.000 Adressen.
Diese Coins gelten als besonders anfällig, weil ihre öffentlichen Schlüssel auf der Blockchain offengelegt sind. Ein von Changpeng Zhao vorgeschlagener Freeze würde sie daher dauerhaft sperren; auch BIP-361 würde nicht bewegte Coins standardmäßig einfrieren.
- Der Nachweis setzt BIP-32 voraus.
- Das Werkzeug wurde noch nicht geprüft.
- Es unterstützt drei ältere Adresstypen.
- Bisher akzeptiert keine Blockchain den Nachweis.
- Googles Quantenforschung reduzierte die benötigte Hardware für solche Angriffe 2024 um den Faktor 20.
- US-Behörden müssen bis 2031 postquantensichere Kryptografie umsetzen.
Infobox: Project Eleven verspricht einen schnelleren Besitznachweis für moderne Seed-Phrase-Wallets. Die Satoshi zugerechneten Bestände wären von diesem Schutz jedoch nicht erfasst.
XRP bleibt seit 2014 in den Top 10
XRP hat laut BeInCrypto einen Rekord erreicht, den kein anderer Altcoin vorweisen kann: Der Token gehört seit 2014 jedes Jahr zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung. Diese Serie dauert damit mehr als ein Jahrzehnt an.
Im Jahr 2014 lag XRP auf Platz acht und verfügte über eine Marktkapitalisierung von fast 32 Millionen USD. Das entsprach 0,3% der Marktkapitalisierung der Top 10. 2015 stieg XRP auf Platz zwei hinter Bitcoin.
In den Jahren 2017, 2018 und 2019 belegte XRP den dritten Platz. Während frühe Konkurrenten wie Litecoin, Dash, NEM, Namecoin und Peercoin später aus der Spitzengruppe verschwanden, blieb XRP durchgehend vertreten.
Auch die regulatorischen Belastungen zwischen 2020 und 2023 konnten den Rang nicht dauerhaft gefährden. In dieser Zeit verklagte die US-Börsenaufsicht Ripple, das Unternehmen hinter XRP, und mehrere große Börsen entfernten den Token.
CoinGecko führt die anhaltende Position laut BeInCrypto auf eine dauerhafte Nachfrage durch Institutionen und für grenzüberschreitende Zahlungen zurück. Im Jahr 2025 erreichte XRP Platz vier mit einer Marktkapitalisierung von fast 127,9 Milliarden USD. Damit entfielen rund 4,3% auf die Top-Gruppe.
Ethereum war zwar ebenfalls viele Jahre in den Top 10 vertreten, startete jedoch erst 2015. XRP ist damit neben Bitcoin der einzige echte Überlebende aus dem Jahr 2014.
Aktuell notiert XRP laut Quelle bei etwa 1,10 USD und hält weiterhin einen Platz in den Top 10. Zuvor war der Kurs kurzzeitig auf 1,05 USD gefallen, bevor eine Erholung einsetzte.
Infobox: XRP blieb seit 2014 ununterbrochen unter den zehn größten Kryptowährungen. 2025 lag der Token auf Platz vier und erreichte eine Marktkapitalisierung von fast 127,9 Milliarden USD.
CoinShares dämpft Erwartungen an einen Bitcoin-Ausbruch
Nach einer fast zwei Monate andauernden Verlustserie flossen laut BTC-ECHO insgesamt acht Milliarden US-Dollar aus globalen Krypto-ETPs ab. In der vergangenen Woche setzte jedoch eine Gegenbewegung ein: Krypto-Anlageprodukte verzeichneten Nettozuflüsse in Höhe von 287 Millionen US-Dollar.
Der Stimmungsumschwung folgte auf unerwartet schwache US-Inflationszahlen zur Mitte der Woche. Direkt danach setzte eine moderate Bitcoin-Erholung ein und führte schätzungsweise 250 Millionen US-Dollar an neuen Geldern in den Sektor.
Die Finanzmärkte halbierten anschließend ihre Erwartungen für eine Zinserhöhung im September. Trotz der verbesserten Stimmung erwarten die CoinShares-Analysten jedoch zunächst eine anhaltende Seitwärtsbewegung bei Bitcoin.
Nach Einschätzung des Berichts scheint die fundamentale Kursuntergrenze erreicht zu sein, es fehlen jedoch weiterhin die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Ausbruch. Zinssenkungen der Federal Reserve gelten vorerst als unwahrscheinlich, da ein einzelner schwacher Arbeitsmarktbericht nicht ausreiche.
Zusätzlich könne der Iran-Krieg im Folgemonat eine erneute Teuerung auslösen. Ein kurzfristiger Bitcoin-Ausbruch über 80.000 US-Dollar sei deshalb ohne fundamentale Änderungen der geldpolitischen Rahmenbedingungen unwahrscheinlich.
Das Kaufinteresse der Marktteilnehmer bleibe vorsichtig. Laut BTC-ECHO erreiche das breite Kaufinteresse typischerweise erst nahe 120.000 US-Dollar einen Höhepunkt und sei bei 60.000 US-Dollar noch schwach. Investoren nutzten das aktuelle Niveau zwar für selektive Positionsaufbauten, wichen aber häufig auf defensivere Blockchain-Aktien aus.
| Entwicklung | Wert |
|---|---|
| Abfluss aus Krypto-ETPs | acht Milliarden US-Dollar |
| Wöchentliche Nettozuflüsse | 287 Millionen US-Dollar |
| Geschätzte neue Gelder nach Inflationsdaten | 250 Millionen US-Dollar |
| Marke eines möglichen kurzfristigen Ausbruchs | 80.000 US-Dollar |
| Bereich eines typischen Höhepunkts des Kaufinteresses | 120.000 US-Dollar |
Infobox: Die ETP-Zuflüsse deuten auf eine mögliche Trendwende hin. CoinShares erwartet dennoch eine Seitwärtsbewegung und hält einen kurzfristigen Anstieg über 80.000 US-Dollar ohne fundamentale Veränderungen für unwahrscheinlich.
Bitcoin-Prognose im Juli: Institutioneller Zugang trifft auf Verkäufe von Strategy
Bitcoin wurde laut FinanzNachrichten.de am 18. Juli 2026 bei rund 63.300 Dollar gehandelt. Damit lag der Kurs 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 Dollar. Seit Jahresbeginn bewegte sich der Markt um 33 Prozent nach unten.
Am 16. Juli schaltete Morgan Stanley den direkten Kryptohandel auf E*Trade für Millionen von Kunden frei. Berechtigte US-Kunden können Bitcoin, Ethereum und Solana über eine Partnerschaft mit Zero Hash direkt handeln. Die Gebühren liegen bei 50 Basispunkten pro Transaktion.
E*Trade bedient über 8,6 Millionen Haushalte und verwaltet rund 1,56 Billionen Dollar an Kundengeldern. Mit dem Start bietet eine der größten Retail-Plattformen Amerikas Kryptowährungen neben Aktien an.
Gleichzeitig verkaufte Strategy unter Michael Saylor in der ersten Juliwoche 3.588 Bitcoin für rund 216 Millionen Dollar. Das Unternehmen hält weiterhin 843.775 BTC mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.476 Dollar pro Coin.
Die Verkaufserlöse flossen in die Dollar-Reserve, die inzwischen auf 3 Milliarden Dollar angewachsen ist. Standard Chartered hält laut Quelle an einem Jahresendziel von 100.000 Dollar fest und bewertet die Verkäufe als vorübergehende Marktgeräusche.
Whale-Wallets akkumulierten rund 270.000 BTC im Wert von 16,7 Milliarden Dollar nahe der 59.000-Dollar-Marke. Die ETF-Abflüsse von 4,5 Milliarden Dollar im Juni endeten Anfang Juli mit einem Zufluss von 510 Millionen Dollar innerhalb von drei Tagen.
Als nächster entscheidender Katalysator gilt das FOMC-Treffen am 28. und 29. Juli. Bei einem Bitcoin-Kurs von 63.300 Dollar und einer Marktkapitalisierung von 1,27 Billionen Dollar bewegten sich selbst optimistische Szenarien über Wochen im Bereich eines einstelligen prozentualen Anstiegs.
FinanzNachrichten.de berichtet außerdem über Pepeto und PepetoSwap. PepetoSwap soll gebührenfreien Handel ermöglichen, während ein Risk Scorer Token vor dem Kauf auf Smart-Contract-Schwachstellen untersucht und eine Cross-Chain Bridge Transfers zwischen Blockchains ohne Gebühren ermöglichen soll.
Das Projekt habe Presale-Kapital von mehr als 10 Millionen Dollar angezogen. Der Einstiegspreis sei seit der ersten Phase unverändert geblieben; das Gesamtangebot betrage 420 Billionen Token. Der Smart Contract sei durch ein vollständiges SolidProof-Audit geprüft worden.
| Bitcoin- und Marktdaten | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs am 18. Juli 2026 | rund 63.300 Dollar |
| Allzeithoch | 126.000 Dollar |
| Abstand zum Allzeithoch | 50 Prozent |
| Strategy-Verkauf | 3.588 Bitcoin |
| Wert des Strategy-Verkaufs | rund 216 Millionen Dollar |
| Bestand von Strategy | 843.775 BTC |
| Durchschnittlicher Kaufpreis | 75.476 Dollar pro Coin |
| Dollar-Reserve von Strategy | 3 Milliarden Dollar |
| Bitcoin-Akkumulation der Whale-Wallets | rund 270.000 BTC |
| Wert der Whale-Akkumulation | 16,7 Milliarden Dollar |
| ETF-Zufluss Anfang Juli | 510 Millionen Dollar |
Infobox: Der Markt steht zwischen einem erweiterten institutionellen Zugang über E*Trade und dem Verkauf von 3.588 Bitcoin durch Strategy. Das FOMC-Treffen am 28. und 29. Juli gilt als wichtiger Termin für die weitere Kursentwicklung.
Bitcoin nimmt 72.000-Dollar-Marke ins Visier – Governance bleibt umstritten
Bitcoin notierte laut Investing.com Deutsch bei rund 64.600 Dollar, nachdem sich der Kurs von einem Tiefststand unter 58.000 Dollar Anfang Juli erholt hatte. Umfangreiche Optionspositionen deuteten auf einen möglichen Anstieg in Richtung 72.000 Dollar im Umfeld der bevorstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve hin.
Um 05:02 Uhr ET (09:02 Uhr GMT) lag Bitcoin bei 64.717,2 Dollar und damit 1,15 % im Plus. Händler kauften 20.000 Bitcoin-Call-Optionen mit einem Ausübungspreis von 70.000 Dollar und einer Fälligkeit am 31. Juli und verkauften gleichzeitig die gleiche Anzahl an Calls mit einem Ausübungspreis von 72.000 Dollar.
Die Bull-Call-Spreads hatten einen Nominalwert von rund 2,5 Milliarden Dollar. Die Strategie profitiert von einem moderaten Anstieg über 70.000 Dollar, begrenzt die Gewinne jedoch ab 72.000 Dollar. Struktur und Umfang der Geschäfte deuteten eher auf institutionelle Anleger als auf Privatanleger hin.
Der Verfall liegt zwei Tage nach der Zinsentscheidung der Fed am 29. Juli. Die Futures-Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 75 % bis 80 % ein, dass die Zinsen in der Spanne von 3,5 % bis 3,75 % belassen werden.
Neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie höhere Ölpreise könnten den Ausblick beeinträchtigen, da dadurch die Inflationssorgen wieder zunehmen könnten.
Neben der Kursentwicklung sorgt BIP 110 für Diskussionen. Der Vorschlag sieht einen einjährigen Soft Fork vor, der datenintensive Transaktionen beschränkt. OP_RETURN-Outputs sollen auf 83 Bytes begrenzt werden, bestimmte Payloads auf 256 Bytes. Vor der Aktivierung erstellte Outputs wären ausgenommen.
Befürworter argumentieren, dass die Begrenzungen die Speicherung beliebiger Daten reduzieren und die Belastung für Node-Betreiber senken würden. Michael Saylor warnte dagegen, die Konsensregeln sollten nicht darüber entscheiden, welche ansonsten gültigen Transaktionen Zugang zum Blockspace erhalten.
Die Unterstützung durch Miner liege weiterhin bei nahezu null. Für die Aktivierung wären 1.109 von 2.016 geschürften Blöcken erforderlich. Saylor und Blockstream-Mitbegründer Adam Back warnten, dass die Durchsetzung umstrittener Regeln ohne breite Unterstützung das Netzwerk spalten könnte.
Auch die Mining-Konzentration gilt als Governance-Problem. Eine Momentaufnahme vom 23. Juni ergab laut Investing.com Deutsch, dass vier Pools mehr als 70 % der Hashrate kontrollierten. Foundry Digital entfielen 31 %, AntPool 18 %, ViaBTC 13 % und F2Pool 10 %.
Eine separate Sieben-Tage-Momentaufnahme vom 16. Juli sah Foundry bei 27 %, während F2Pool und AntPool jeweils 17,2 % hielten. Der Nakamoto-Koeffizient des Bitcoin-Minings lag im Juni bei drei; damit waren drei Pools erforderlich, um mehr als die Hälfte der produzierten Blöcke zu kontrollieren.
| Markt- und Optionsdaten | Wert |
|---|---|
| Bitcoin-Kurs | rund 64.600 Dollar |
| Bitcoin-Kurs um 05:02 Uhr ET | 64.717,2 Dollar |
| Tagesveränderung | 1,15 % |
| Gekaufte Call-Optionen | 20.000 Bitcoin |
| Ausübungspreis der gekauften Calls | 70.000 Dollar |
| Ausübungspreis der verkauften Calls | 72.000 Dollar |
| Nominalwert der Bull-Call-Spreads | rund 2,5 Milliarden Dollar |
| Erforderliche Miner-Unterstützung | 1.109 von 2.016 geschürften Blöcken |
Infobox: Optionshändler positionieren sich für einen moderaten Bitcoin-Anstieg bis 72.000 Dollar. Gleichzeitig stehen BIP 110, die geringe Miner-Unterstützung und die Konzentration der Hashrate auf wenige Mining-Pools im Mittelpunkt der Governance-Debatte.
Pakistans Krypto-Offensive stößt auf religiösen Widerstand
Eine einflussreiche islamische Bildungseinrichtung in Pakistan hat laut Blocktrainer erklärt, dass Kryptowährungen derzeit nicht mit dem islamischen Recht vereinbar seien. Zur Begründung heißt es, Kryptowährungen würden nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung nicht als anerkanntes Vermögen gelten und daher kein zulässiges Zahlungsmittel darstellen.
Die pakistanische Krypto-Regulierungsbehörde PVARA bat die Gelehrten um eine differenzierte Bewertung einzelner digitaler Vermögenswerte. Zugleich soll die Entwicklung Scharia-konformer digitaler Finanzstrukturen vorangetrieben werden.
Pakistan leitete im Frühjahr 2025 einen grundlegenden Wechsel seiner Krypto-Politik ein und formulierte das Ziel, sich als „Krypto-Zentrum“ Südasiens zu positionieren. Im März 2025 wurde der staatlich unterstützte Pakistan Crypto Council gegründet. Changpeng „CZ“ Zhao wurde später als strategischer Berater berufen.
Zwei Monate danach kündigte die Regierung die Schaffung einer Pakistan Digital Assets Authority an, setzte diese Behörde unter diesem Namen jedoch nicht dauerhaft um. Stattdessen entstand im Juli 2025 die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority, kurz PVARA.
Mit dem Virtual Assets Act von 2026 erhielt PVARA eine dauerhafte gesetzliche Grundlage. Die Behörde lizenziert, beaufsichtigt und reguliert Anbieter rund um virtuelle Vermögenswerte, darunter Krypto-Börsen, Verwahrstellen, Wallet-Anbieter, Stablecoin-Emittenten und Plattformen für digitale Investments.
Am 10. Juni 2026 veröffentlichte die „Jamia Darul Uloom Karachi“ eine Fatwa zu Kryptowährungen. Anlass war eine Anfrage zur Bezahlung von Büchern und einem Online-Kurs mit Kryptowährungen. Die Fatwa wurde von sechs Gelehrten unterzeichnet, darunter Mufti Muhammad Taqi Usmani.
Nach Auffassung der Gelehrten gelten Kryptowährungen nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse nicht als anerkanntes Vermögen – māl – im Sinne der Scharia. Deshalb dürften sie nicht als Zahlungsmittel für die in der Anfrage genannten Waren und Dienstleistungen verwendet werden.
Die Fatwa erklärt nicht jede Nutzung der Blockchain-Technologie pauschal für unzulässig. Entscheidend sei vielmehr, ob ein digitaler Vermögenswert wirtschaftlichen Wert oder Nutzen besitzt, nach der Scharia zulässig ist und gesellschaftlich als Vermögenswert anerkannt wird.
Unter islamischen Gelehrten und Finanzwissenschaftlern besteht hierzu Uneinigkeit. Einige halten Bitcoin unter bestimmten Voraussetzungen für zulässig, wenn Zinsgeschäfte, gehebelte Finanzprodukte, Täuschung und exzessive Spekulation vermieden werden. Andere sehen wegen der starken Preisschwankungen, der Spekulation und des fehlenden Anspruchs auf einen externen Vermögenswert rechtliche Probleme.
PVARA-Vorsitzender Bilal bin Saqib erklärte, digitale Vermögenswerte dürften nicht als einheitliche Klasse behandelt werden. Als potenziell Scharia-konforme Anwendungen nannte er tokenisierte Sukuk, goldgedeckte Token und vollständig gedeckte Stablecoins.
„Pakistan hat die Chance, weltweit eine Vorreiterrolle im Bereich der Scharia-konformen digitalen Finanzen einzunehmen, und diese Führungsrolle muss gemeinsam mit unseren Gelehrten aufgebaut werden“, sagte Bilal bin Saqib.
Tokenisierte Sukuk seien mit Eigentum oder Nutzungsrechten an realen Vermögenswerten und deren Erträgen verbunden. Goldgedeckte Token verkörperten einen einlösbaren Anspruch auf hinterlegtes Gold. Vollständig gedeckte Stablecoins böten einen durch Reserven gedeckten und durchsetzbaren Einlösungsanspruch.
Bitcoin selbst repräsentiert laut Blocktrainer keinen Anspruch auf Gold, Energie oder die Zahlung eines Emittenten. Die Frage, ob Bitcoin als digitales Eigentum die Voraussetzungen des islamrechtlichen Begriffs māl erfüllt, bleibe daher den islamischen Rechtsgelehrten überlassen.
- Die Fatwa der Jamia Darul Uloom Karachi wurde am 10. Juni 2026 veröffentlicht.
- PVARA fordert eine Bewertung nach Kategorien digitaler Vermögenswerte.
- Als mögliche Scharia-konforme Anwendungen gelten tokenisierte Sukuk, goldgedeckte Token und vollständig gedeckte Stablecoins.
- Die islamrechtliche Bewertung von Bitcoin bleibt umstritten.
- Pakistan verfolgt seit 2025 eine auf den Ausbau des Kryptosektors ausgerichtete Politik.
Infobox: Pakistans Krypto-Regulierung trifft auf eine Fatwa, die Kryptowährungen derzeit nicht als anerkanntes Vermögen einstuft. Die Regulierungsbehörde setzt sich für eine getrennte Bewertung einzelner digitaler Vermögenswerte ein.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale Bedeutung liegt weniger in kurzfristigen Kurszielen als in der strukturellen Reife des Kryptomarktes. Quantenrisiken, Wallet-Altlasten und Mining-Konzentration zeigen, dass technologische Sicherheit und Governance künftig ebenso entscheidend sein werden wie Nachfrage und Liquidität.
XRP demonstriert bemerkenswerte Beständigkeit, doch eine langjährige Top-10-Platzierung ersetzt keine belastbare Bewertung von Nutzen, Zentralisierung und regulatorischer Abhängigkeit. Institutioneller Zugang kann Bitcoin stabilisieren, macht den Markt jedoch zugleich stärker von Geldpolitik und professionellen Kapitalströmen abhängig.
Pakistans Positionierung verdeutlicht schließlich, dass Krypto-Adoption nicht allein eine technische oder wirtschaftliche Frage ist. Religiöse und rechtliche Akzeptanz dürften besonders in islamisch geprägten Märkten darüber entscheiden, welche digitalen Vermögenswerte tatsächlich breite Nutzung erreichen.
Zusammenfassung: Der Markt gewinnt institutionelle Bedeutung, bleibt aber durch technologische Altlasten, politische Rahmenbedingungen und ungeklärte Governance-Fragen verwundbar.
Quellen:
- Bitcoin erhält neuen Schutz vor Quanten-Hackern, bleibt jedoch nicht für alle sicher
- XRP erreicht Meilenstein, den kein anderer Altcoin in der Krypto-Geschichte erreicht hat
- "Bitcoin-Deckel bei 80.000 Dollar": CoinShares dämpft extreme Kurserwartungen
- Bitcoin Prognose Juli 2026 nach Morgan Stanleys Krypto-Start und Saylors erster Verkaufsrunde
- Bitcoin nimmt 72.000-Dollar-Marke ins Visier, doch Sorgen um Governance und Mining-Konzentration wachsen
- Ist Bitcoin mit dem islamischen Finanzrecht vereinbar? Pakistans Krypto-Offensive trifft auf religiösen Widerstand













